06.11.2016, 00:00 Uhr

Digruber befürchtet eine Chaoslandschaft durch Schulautonomie

IMST. Als Aushebelung der Schulpartnerschaft und als Sparpaket sieht der Vorsitzende der Tiroler AHS-Gewerkschaft, Dr. Karl Digruber, das neulich präsentierte Autonomiepaket der Bundesregierung. „Es klingt zwar gut, wenn man alle Eröffnungs- und Teilungszahlen freigibt und flexibilisiert, aber in Wirklichkeit schafft man damit Chaos im Schulalltag. Wie soll Individualisierung stattfinden, wenn man dann aus Sparzwang wieder Klassen vollstopfen muss?“, fragt Digruber.
Man wolle jetzt zwar als Beruhigungspille Klassenforen einrichten, der Schulgemeinschaftsausschuss als wichtiges Gremium der Mitentscheidung der Schulpartner werde aber zu einem reinen Beratungsorgan degradiert.
„Statt partnerschaftlichen Entscheidungen an Schulstandorten heißt nun die Devise Machtkonzentration bei den Schulleitungen und in großen Einheiten, den Schulclustern. Wir können nur hoffen, dass die dafür notwendigen Gesetze überlegter sind als das, was im Ministerrat als Autonomiepaket präsentiert wurde“, so Digruber abschließend.
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