28.11.2016, 11:20 Uhr

Ötztal Tourismus geht in digitale Zeiten

Steigende Sommernächtigungen, erfolgsversprechende Infrastrukturprojekte und ein zeitgemäßes Marketing. Diese Basis lässt die Verantwortlichen bei Tirols größtem Tourismusverband positiv in die Zukunft blicken.
Im Zuge der diesjährigen Vollversammlung präsentierte Obmann Bernhard Riml mit seinen Vorstandskollegen Peter Neurauter und Lukas Scheiber eine eindrucksvolle Bilanz. „Bei aller Euphorie über Nächtigungssteigerungen, dürfen wir nicht auf die Wertschöpfung vergessen“, so Riml. Marketingvorstand Scheiber verwies auf den gelungenen Winterstart mit dem Weltcupauftakt in Sölden und dem Bayern 1 Skiopening in Obergurgl-Hochgurgl. Durch die Skirennen am Rettenbachferner Ende Oktober konnten allein 20.000 Nächtigungen und ein Umsatz von knapp rund vier Millionen Euro erzielt werden. Zu den Highlights im Winter 2016/2017 zählen die neue Giggijochbahn, die Ochsengartenbahn in Hochoetz sowie Eventformate wie das Electric Mountain Festival oder das Gletscherschauspiel Hannibal am 21. April 2017. Peter Neurauter, zuständig für Infrastruktur, berichtete über die Projekte 2017. Neben der zweiten Bauphase für das Widiversum in Hochoetz stehen u.a. der Startschuss für das Naturparkhaus in Längenfeld sowie der Radweg zwischen Aschbach und Huben auf dem Programm. Ebenfalls geplant ist die Projektierung des Kletterzentrums in Längenfeld.


Premiere für Niederthai Card

Gefördert wird die Positionierung der beiden Ortschaften Vent und Niederthai. Das Bergsteigerdorf zeigt sich via Onlinekampagne als Sehnsuchtsort für Naturliebhaber und traditionelle Wintersportler. In Niederthai bieten heuer erstmals 30 Partnerbetriebe die Niederthai Card an. Damit können Bergbahnen, Langlaufschnupperkurs uvm. kostenlos genutzt werden.

Ausbau des Busverkehrs

Von 17. Dezember 2016 bis 23. April 2017 bereichert der neue Nachtbus Ötztal das Mobilitätsangebot. Zusätzliche Busse von Obergurgl bis nach Imst/Haiming erleichtern Einheimischen und Gästen den öffentlichen Verkehr in Anspruch zu nehmen. Die Linien fahren in den Abendstunden bis ca. Mitternacht. Spät an- bzw. abreisende Gäste erreichen auf diese Art leichter die Zugstation in Ötztal-Bahnhof. Einheimische und Mitarbeiter profitieren ebenso von den ausgedehnten Zeiten.

Attraktives Angebot

Mit knapp 1,2 Millionen Nächtigungen im Sommer 2016 legte Ötztal Tourismus um 7,9 Prozent zu. Ein Sommermagnet für neue Gäste ist die Bike Republic Sölden. Die Fahrten auf der Teäre Line steigerten sich von 29.000 (2015) auf bereits 80.000 in diesem Jahr. Projekte wie das Mitarbeiterprogramm „Navion“ sieht Oliver Schwarz, Direktor von Ötztal Tourismus, als wichtige Aufgabe für die Zukunft. Die Initiative soll heimischen Tourismusbetrieben bei der Mitarbeiter-Akquise helfen und gleichzeitig die Qualität des Personals steigern.

Online-Kompetenz

Im Social Media-Bereich werden die gängigen Plattformen wie Facebook, YouTube und Instagram von eigenen Mitarbeitern mit Inhalten bespielt. Zudem ermöglichen die großen Netzwerke hohe Reichweiten mit überschaubarem Budgeteinsatz. Der Beitrag zum Auftakt in Obergurgl-Hochgurgl erreichte knapp 500.000 Personen auf Facebook.
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