Escolinha: Fußball spielen wie in Brasilien

Escolinha-Gründer Luiz Santos mit seinem Sohn Niko und Rapid-Spieler Steffen Hofmann.
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  • Escolinha-Gründer Luiz Santos mit seinem Sohn Niko und Rapid-Spieler Steffen Hofmann.
  • hochgeladen von Sabine Ivankovits

ALSERGRUND/JOSEFSTADT. Weil Fußball in seinem Leben einen großen Platz einnimmt, gründete Luiz Santos vor zehn Jahren seine Kinder-Fußballschule Escolinha. Gefeiert wurde das Jubiläum mit einem internationalen Fußballturnier. "Heute gibt es keinen zweiten oder dritten Platz, heute bekommen alle Gold!", so Luiz Santos zur Eröffnung des Turniers, zu dem alle Spieler in Leiberl internationaler Fußballgrößen aufs Feld liefen.

Das Jubiläumsturnier eröffneten die Jüngsten mit einem Spiel Österreich gegen Brasilien, Santos’ Geburtsland. Der Fußballnarr gründete 2007 in der Josefstadt die Escolinha Austria – Österreichs brasilianische Fußballschule. In seiner Rede dankte Santos unter Tränen seiner bereits verstorbenen Frau Karin, die die Escolinha mit ihm ins Leben gerufen hat. Auch die gemeinsamen Söhne Luka und Niko haben das Kicken in der Escolinha gelernt.

Keine Fouls, kein Torzwang

Im Vordergrund der Escolinha steht die Begeisterung für Fußball. "Es geht um das Spiel, um den Spaß. Foulen geht gar nicht", so Santos, der mit Fußball aufgewachsen ist. "In Brasilien wird immer Fußball gespielt, egal ob am Strand, in den Parks oder in den Escolinhas. In Österreich wollen alle immer ein Tor schießen, in Brasilien geht es um das gemeinsame Spiel. Fouls wie im europäischen Fußball gibt es dort nicht. Wenn einer foult, wird das Spiel abgebrochen und der betroffene Spieler bekommt Probleme mit seinen Kameraden", erzählt er. Das war auch die Motivation, in Wien eine eigene Escolinha nach brasilianischem Vorbild zu gründen. "Ich will den Buben und Mädchen, die Spaß am Fußball haben, diese Fairness beibringen.

Einen prominenten Unterstützer hat Santos in Rapidler Steffen Hofmann gefunden, der dem Turnier mit seinen Kindern beiwohnte. "Alle österreichischen Fußballer habe ich angeschrieben, gekommen ist nur der Steffen. Auf den kann ich mich immer verlassen", freute sich Santos.

Kicken im 9. Bezirk

Während die jungen Fußballer am Anfang vorwiegend in der Josefstadt trainierten und spielten, hat die Escolinha mittlerweile ihre Heimat am Alsergrund gefunden, auf der USI-Sportstätte in der Spitalgasse 14, wo auch das Turnier stattfand. Dort trainieren die Mädels und Buben jeden Samstag.

Mehr Informationen über den Verein gibt es im Internet unter www.escolinha.at

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