Wiener Linien
Umbau von Öffi-WCs startet im Frühjahr

Sechs neue WCs kommen noch dieses Jahr.
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Die Wiener Linien bauen sechs WC-Anlagen in U-Bahn-Stationen auf einheitlichen Standard um.

WIEN. „Wir wollen unseren Fahrgästen qualitativ hochwertige WCs anbieten, die auch genutzt werden. Wir freuen uns, dass die Umbauarbeiten endlich starten können“, so Wiener-Linien-Geschäftsführer Günter Steinbauer. Insgesamt sechs WC-Anlagen in den U-Bahn-Stationen Westbahnhof, Karlsplatz, Volkstheater, Schwedenplatz, Stephansplatz und Praterstern werden neben qualifiziertem Servicepersonal auch eine einheitliche, moderne Ausstattung mit hohem Hygiene-Standard erhalten: Wasserhähne, Handtuchspender und WC-Spülungen funktionieren berührungsfrei, die Urinale sind wassersparend.

Nutzer zahlen ein Entgelt von 50 Cent und erhalten einen 30 Cent Wert-Bon, der bei Partnerfirmen und an Automaten eingelöst werden kann. Bei allen Standorten wird zusätzlich ein kostenfrei zugängliches, barrierefreies WC vorhanden sein: Wie bisher wird es mittels euro-key (Euro-Schlüssel) geöffnet werden können – und gemäß den neuesten Standards mit einem Notruf ausgestattet sein.

Der deutsche System-Anbieter für Sanitärkonzepte Sanifair bekommt als Bestbieter den Zuschlag für den Betrieb von betreuten WC-Anlagen in sechs U-Bahn-Stationen. In den nächsten Monaten werden die Umbauarbeiten starten, sodass den Fahrgästen die ersten Anlagen bereits heuer zur Verfügung stehen werden.

Ausschreibung für unbetreute WC-Anlagen

Neben den sechs betreuten WC-Anlagen werden den Fahrgästen künftig auch 25 unbetreute, also selbstreinigende, WC-Anlagen in den U-Bahn-Stationen zur Verfügung stehen. Die dafür nötige, europaweite Ausschreibung wurde jetzt gestartet. Noch vor dem Sommer soll ein vorläufiges Ergebnis vorliegen.

Die neuen Aborte sollen mit spülrandlosen Tiefspülern ausgestattet werden.  Solche WCs sind einfacher und schneller zu reinigen und dadurch hygienischer als herkömmliche Modelle. Anstelle von Fliesen und Keramik sollen die WC-Anlagen mit vandalismussicheren Edelstahl-Elementen ausgestattet und Waschbecken und Handtrockner in die Wand integriert verbaut werden. Heruntergetretene Kloschüsseln und zerbrochene Waschbecken sollen damit Geschichte sein. Alle Elemente sollen außerdem versteckt und diebstahlsicher verschraubt sein.

Großes Geld für kleines Geschäft

Die Investitionen variieren je nach Aufwand und Größe. Bei Standorten mit mehreren Kabinen und komplexeren Zu- und Abflüssen belaufen sie sich auf rund 400.000 Euro. Aber auch bei kleineren Anlagen kalkulieren die Wiener Linien mit bis zu 200.000 Euro je Standort. Insgesamt werden so über fünf Millionen Euro in moderne WC-Anlagen investiert.

Bei der Entscheidung, welche Anlagen modernisiert werden, wurden neben der aktuellen Nutzungsfrequenz auch soziale Faktoren (Vandalismus, Zweckentfremdung), der Abstand zwischen den Anlagen (max. drei Stationen zwischen zwei Anlagen) und die Entfernung zu anderen öffentlichen Toiletten in unmittelbarer Nähe berücksichtigt. Die Modernisierung erfolgt in zwei Schritten: In den nächsten Jahren werden zunächst die älteren WCs umgerüstet. Langfristig sollen alle WC-Anlagen einem einheitlichen, hohen Standard entsprechen.

Ich muss dann mal – wohin?

Nach Umsetzung des Konzepts wird es im Bereich des Wiener U-Bahn-Netzes rund 40 WC-Anlagen geben, Standorte der Wiener Linien, der ÖBB sowie der Stadt Wien in gemeinsam genutzten Passagen oder im unmittelbaren Nahbereich der Station. Solche Standorte werden künftig auch in das Leitsystem der U-Bahn-Station integriert.

Autor:

Mathias Kautzky aus Hietzing

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