09.09.2014, 08:36 Uhr

Baum der Erkenntnis

(Foto: buendnis-energiewende.de)
Mitten in einem indischen Dorf stand ein uralter, großer Baum, in dessen Schatten die Dorfbewohner ihre kleinen Plaudereien abhielten, Großeltern ihren Enkeln beim Spielen zusahen und hin und wieder Feste gefeiert wurden. Eines Tages pilgerte ein weiser, alter Mann durch das Dorf, setzte sich unter den Baum und verkündete, dass diesem uralten Baum magische Fähigkeiten inne wohnten.

“Alles, was ihr tun müsst, um die Magie des Baumes zu erfahren, ist nach Hause zu gehen und darüber nachzudenken, was für Probleme euch beschäftigen. Anschließend packt ihr eure Probleme in Pakete, bringt sie hier her und hängt sie in diesen mächtigen Baum.Dann wird er zu euch sprechen.”

Die Dorfbewohner eilten in ihre Häuser, wurden sich ihrer Sorgen und Nöte bewusst und verpackten sie anschließend sorgfältig in kleine Päckchen und größere Pakete. Kaum standen sie wieder unter dem Baum, sprach der alte Weise: “Eine Bedingung stellt der Baum. Habt ihr euer Paket dem Baum übergeben, müsst ihr ein anderes dafür mitnehmen. Das ist der Preis, den der Baum fordert.”

Die meisten Dorfbewohner zögerten nur kurz und gingen auf die Bedingung ein. Eifrig hingen sie ihre Sorgenpackete an einen der Zweige und nahmen dafür ein anderes mit. Gespannt eilten sie zurück in ihre Häuser und wickelten das erstandene Paket auf. Aber oh weh, dass was sie auspackten, war mindestens so unangenehm, wie die eigenen Päckchen und manche sogar weit schlimmer, als das, was sie weggegeben hatten. Schnell trugen sie die fremden Päckchen zurück und holte sich ihre eigenen, vertrauten Kümmernisse zurück.

Die meisten schenkten dem Baum ein Lächeln und bedankten sich.





Kindern erzählt man Geschichten zum Einschlafen,

- Erwachsenen, damit sie aufwachen!




Jeder glaubt von sich, er habe das größte Päckchen zu tragen und die Anderen haben keine bzw. viel kleinere Sorgen.

Aus der Ferne sehen die Probleme der Anderen oft klein und nichtig aus, bei näherem Betrachten erweisen sie sich aber als recht groß und schwerwiegend.
Doch was wäre, wenn wir einfach unsere Sorgen und Nöte tauschen würden?

(Quelle: Netzfrauen)
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Eva Klingler aus Kufstein | 09.09.2014 | 22:22   Melden
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Eva Klingler aus Kufstein | 09.09.2014 | 22:26   Melden
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Rosmarie Kohlmann aus Jennersdorf | 10.09.2014 | 05:44   Melden
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Eva Klingler aus Kufstein | 10.09.2014 | 07:25   Melden
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Elisabeth Staudinger aus Vöcklabruck | 11.09.2014 | 21:57   Melden
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Alexander Moser aus Bruck an der Mur | 13.09.2014 | 20:53   Melden
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Rosmarie Kohlmann aus Jennersdorf | 14.09.2014 | 06:54   Melden
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