Jubiläum
140 Jahre Stadtfeuerwehr Jennersdorf: Mit Erfahrung in die Zukunft
- Fahnenabordnung der Stadtfeuerwehr Jennersdorf.
- Foto: Anna Maria Kaufmann
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JENNERSDORF (ak). Die Stadtfeuerwehr Jennersdorf kann auf 140 Jahre Geschichte zurückblicken. Gefeiert wurde dieses besondere Jubiläum am Sonntag mit einem großen Fest im Feuerwehrhaus, zu dem zahlreiche Feuerwehrkameradinnen und -kameraden, Ehrengäste und Besucher gekommen waren. Gleichzeitig wurde mit dem Spatenstich für den Zubau des Feuerwehrhauses ein wichtiger Schritt für die Zukunft der Stadtfeuerwehr gesetzt. Nach dem Einmarsch der Feuerwehren mit ihren Fahnenabordnungen wurde die heilige Messe von Kanonikus Stadtpfarrer Franz Brei und Diakon Willi Brunner gefeiert.
Die Stadtkapelle Jennersdorf unter der Leitung von Kapellmeister Dominik Pint gestaltete den Gottesdienst musikalisch und lud anschließend zum Frühschoppen. Das Rüsthaus war dabei bis auf den letzten Platz gefüllt. Unter den Ehrengästen befanden sich Bürgermeister Reinhard Deutsch, Vizebürgermeister Helmut Kropf, Amtsleiterin Roswitha Feitl sowie die Stadt- und Gemeinderäte der Stadt Jennersdorf. Grüße des Landes Burgenland überbrachten die Landtagsabgeordneten Fabio Halb und Rudolf Smolej sowie Bezirkshauptmann Harald Dunkl. Auch Landesfeuerwehrkommandant Franz Kropf, Bezirksfeuerwehrkommandant Jochen Illigasch und Martin Reidl waren gekommen, um der Stadtfeuerwehr zu ihrem 140-jährigen Bestehen zu gratulieren. Außerdem anwesend waren Helmut Glettler als Vertreter des Roten Kreuzes und als Vertreter der Exekutive, Erich Kertesz.
Stadtfeuerwehrkommandant Alfred Gratzer erinnerte in seiner Festansprache an die Entwicklung der Feuerwehr über 140 Jahre. Viele Veränderungen, Krisen und zahlreiche schwierige Einsätze habe die Organisation in dieser langen Zeit bewältigt. Die Stadtfeuerwehr präsentiere sich heute mit moderner Ausrüstung und neuen Einsatzfahrzeugen und sei damit für die vielfältigen Anforderungen des Feuerwehrdienstes gut gerüstet. Eines habe sich in all den Jahrzehnten jedoch nicht verändert: die Bereitschaft, Menschen in Not zu helfen. Rund um die Uhr und an 365 Tagen im Jahr seien die Kameradinnen und Kameraden für die Bevölkerung einsatzbereit, betonte Glatzer. Er dankte allen Mitgliedern für ihr großes Engagement und ihren freiwilligen Einsatz. Sein Dank galt ebenso der Stadtgemeinde, den zahlreichen Unterstützern sowie den Familien, die den Feuerwehrdienst mittragen und damit einen wesentlichen Beitrag zur Einsatzbereitschaft leisten.
Auch Landtagsabgeordneter Fabio Halb stellte in seinen Ausführungen die Bedeutung des ehrenamtlichen Engagements in den Mittelpunkt. Die hohe Einsatzbereitschaft und Verlässlichkeit der Freiwilligen seien ein wesentlicher Bestandteil der Sicherheit in der Region. Wenn Menschen Hilfe benötigten, seien die Feuerwehrleute zur Stelle. Gleichzeitig erinnerte Halb daran, dass hinter den festlichen Momenten eines Jubiläums auch zahlreiche schwierige und belastende Einsätze stehen, die von den Mitgliedern bewältigt werden müssen. Ein Stück Feuerwehrgeschichte wurde im Rahmen des Festaktes ebenfalls sichtbar:
Franz Berner überreichte Urkunden aus den historischen Beständen der Feuerwehren und machte damit die lange Entwicklung und Tradition des Feuerwehrwesens anhand historischer Dokumente greifbar. Nach dem Rückblick auf die vergangenen 140 Jahre richtete sich der Blick auf das nächste große Vorhaben der Stadtfeuerwehr. Mit dem offiziellen Spatenstich wurde der Zubau des Feuerwehrhauses gestartet. Damit soll auch für die kommenden Jahre und Jahrzehnte eine zeitgemäße Infrastruktur geschaffen werden. Bürgermeister Reinhard Deutsch erklärte, dass die ersten Überlegungen für das Projekt bereits vor rund fünf Jahren begonnen hätten. Nach zahlreichen Gesprächen und Beratungen mit den zuständigen Stellen sei der Weg nun für die Umsetzung frei. Insgesamt werden rund 240.000 Euro investiert. Die Finanzierung erfolgt durch Landesförderungen, Mittel der Stadtgemeinde und Eigenmittel der Stadtfeuerwehr.
Für Bürgermeister Deutsch stellt der Zubau einen wichtigen Schritt dar, um der Stadtfeuerwehr auch künftig geeignete Rahmenbedingungen für ihre Arbeit zu bieten. Schließlich sei es alles andere als selbstverständlich, dass sich Menschen freiwillig und in diesem Umfang für die Allgemeinheit engagieren. Die Feuerwehrleute würden einen unverzichtbaren Beitrag für die Sicherheit der Bevölkerung leisten und dafür ihre Freizeit und persönliche Zeit zur Verfügung stellen. Das Jubiläum der Stadtfeuerwehr Jennersdorf war damit weit mehr als ein Rückblick auf 140 Jahre Feuerwehrgeschichte. Es war zugleich ein Zeichen dafür, dass Tradition und Zukunft eng miteinander verbunden sind.
Auf der einen Seite standen die Erinnerungen an Generationen von Feuerwehrleuten, die in den vergangenen Jahrzehnten ihren Dienst versehen und die Entwicklung der Organisation geprägt haben. Auf der anderen Seite wurde mit dem Spatenstich bereits der Grundstein für die nächsten Jahrzehnte gelegt. Nach dem offiziellen Festakt wurde beim Frühschoppen gemeinsam weitergefeiert. Die zahlreichen Besucherinnen und Besucher nutzten die Gelegenheit zum geselligen Beisammensein und ließen das besondere Jubiläum der Stadtfeuerwehr Jennersdorf gebührend ausklingen – ganz im Zeichen von 140 Jahren Einsatz, Kameradschaft und ehrenamtlichem Engagement sowie eines neuen Kapitels, das mit dem Spatenstich für den Zubau des Feuerwehrhauses begonnen hat.
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