Berufswünsche: Es muss nicht immer Mechaniker sein

Das Mutter-Teresa-Pflegeheim, das Rote Kreuz und die Förderwerkstatt "Rettet das Kind" (Bild) besuchten die Jennersdorfer Poly-Schüler an ihrem Sozialtag.
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  • Das Mutter-Teresa-Pflegeheim, das Rote Kreuz und die Förderwerkstatt "Rettet das Kind" (Bild) besuchten die Jennersdorfer Poly-Schüler an ihrem Sozialtag.
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Joey Türk aus Weichselbaum möchte gerne Elektriker werden, Raphael Kropf aus Jennersdorf schwebt eine Ausbildung zum Fitnesstrainer oder zum Koch vor. Aber die Burschen aus dem Polytechnikum Jennersdorf können sich auch durchaus vorstellen, etwas im Sozialbereich zu machen. "Eventuell als Sanitäter", meint Joey, der sich so wie seine Klassenkollegen Lukas Kropf, Patrick Steurer und Michael Wagner schon jetzt dafür entschieden hat, später einmal zum Zivildienst zu gehen.

"Der Zivildienst ist in vielen Fällen eine Orientierungs- und Einstiegshilfe in einen sozialen Beruf", weiß Karl Freudelsperger, der Chef der Jennersdorfer Förderwerkstätte "Rettet das Kind". Die Schüler des Polytechnikums habens seine Einrichtung am "Boys' Day" ebenso besucht wie das Rote Kreuz und das Mutter-Teresa-Heim.

Ziel des bundesweiten Aktionstags war es, junge Männern soziale, pflegerische und pädagogische Berufe näher zu bringen. 30 Einrichtungen machten im Burgenland mit.

Dass die Behindertenbetreuung einst eine weibliche Domäne war, hat sich im Laufe der Zeit gewandelt. "Wir haben einen guten Mix aus Frauen und Männern erreicht. Aber im Grundsatz geht es immer um die Person und ihre Anlagen für den Beruf, weniger um das Geschlecht", ist Freudelsperger überzeugt.

Männliche Ausbildungsfavoriten

Laut Lehrlingsstatistik der Wirtschaftskammer bilden Berufe in den Bereichen Metall und Elektrotechnik die Spitze der beliebtesten Lehrausbildungen bei Burschen. Die Berufsgruppen Soziales und Erziehung sind mit über 70 % Frauenanteil weiblich dominiert.

Weiblich dominierte Branchen

In Österreich herrscht ein Mangel an männlichen Kindergärtnern: Im Zeitraum 2014/15 waren in Österreich nach Angaben der Statistik Austria insgesamt 33.610 Frauen (98,6 %) und 482 Männer (1,4 %) in Kindergärten tätig. In den Volksschulen sieht es ähnlich aus: Der Anteil der Volksschullehrer liegt im selben Zeitraum bei 8 % (2.549 Männer und 33.645 Frauen). Die Arbeit in Alten- oder Pflegeheimen wird zu 13 % von Männern ausgeübt und zu 87 % von Frauen übernommen.

Autor:

Martin Wurglits aus Güssing

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