Serie "Mein Handwerk"
Kernölpressen in der Kloiber-Mühle in Heiligenkreuz
- Im Verkauf ist der Kontakt zu den Kunden wichtig. Ffür einen kurzen Plausch nimmt sich Wolfgang Hartinger (rechts) daher gerne Zeit.
- Foto: Elisabeth Kloiber
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Viele heimische Kernöl-Produzenten überlassen die Verarbeitung ihrer Kerne nicht einer beliebigen Ölmühle. Die Kloiber-Mühle in Heiligenkreuz an der Lafnitz befindet sich seit Ende der 1950er Jahre in einer wichtigen Partnerschaft mit den Bauern. Das änderte sich auch nicht nach der Betriebsübergabe 2017 von Josef Kloiber an Wolfgang Hartinger. In bewährter Tradition wird hier das Handwerk des Kernölpressens gewahrt, das vor allem von den Stammkunden goutiert wird.
HEILIGENKREUZ AN DER LAFNITZ. "Das Guate vom Wolfi", wie das Kürbiskernöl gerne von seinen Kunden genannt wird, ist weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt. "Wir verarbeiten die Kürbiskerne von Bauern aus ganz Österreich und pressen sie zu Öl", erzählt Hartinger und ergänzt: "Bei uns können sich die Landwirte darauf verlassen, dass ihr Öl zu 100 Prozent von ihren eigenen Kernen stammt."
- In der Kloiber-Ölmühle in Heiligenkreuz im Lafnitztal wird täglich frisch gepresst.
- Foto: Hartinger
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Knetvorgang
Rund eine Stunde dauert es, um aus 60 Kilogramm Kürbiskernen rund 24 Liter des dunkelgrünen, nussig duftenden Öls zu pressen. Im ersten Arbeitsschritt werden die Kerne gereinigt und zerkleinert. In der Knetmaschine wird die Kernmasse mit Wasser zu einem Brei angerührt. Das Wasser ermöglicht eine schonende Erwärmung der Kerne. Ist das Wasser verdampft, wird die Masse unter ständigem Rühren schonend geröstet.
- Wolfgang Forjan ist neben Wolfgang Hartinger und Abraham Srecko, der die Ölpressung vornimmt.
- Foto: Hartinger
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Rösten der Kernmasse
Die Röstung ist mitentscheidend für den Geschmack des Öls. Hier zeigt sich das Geschick und die Qualität des Pressmeisters. Anschließend folgt die Pressung. Zwischen die Kernmasse werden in regelmäßigen Abständen Stahlplatten gelegt, die für ein effizienteres Pressen notwendig sind. Nach dem Abschluss des Pressvorganges wird das Öl in die bereitgestellten Edelstahlbehälter abgefüllt.
Öl muss sich ein paar Tage entfalten
Es kann nicht sofort abgefüllt werden, sondern muss ein paar Tage absitzen. "So kann sich das Kernöl erst so richtig entfalten", erklärt Hartinger, der seit rund 20 Jahren Erfahrung als Ölröster hat. Der übriggebliebene Presskuchen eignet sich bestens als Tier- bzw. Fischfutter.
- Ausgezeichnet: Familie Karner (Mitte) lässt ihr Kernöl in der Ölmühle pressen.
- Foto: Hartinger
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Auszeichnungen
Das Kernöl ist in unterschiedlichen Gebindegrößen erhältlich, angefangen von 0,1 bis hin zu 1 Liter. Wer sein eigenes Gebinde mitnimmt, bekommt sein Kernöl frisch vom Fass, so der Tipp des Pressmeisters. Zahlreiche Prämierungen und Medaillen der Kernöl-Produzenten bescheinigen ein ums andere Jahr Hartinger und seinem Team eine ausgezeichnete Qualität.
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