20.03.2017, 15:43 Uhr

Lenzing macht in Heiligenkreuz aus alten Fasern neue

Im Produktionsprozess werden Zuschnittabfälle zu Zellstoff verarbeitet, der wiederum zu neuen Textilien wird. (Foto: Lenzing AG/Winkelmeier)

Das Unternehmen produziert für die Modekette Zara Fasern, die Recyclingprodukte aus Stoffabfall enthalten.

Die Modekette Zara verkauft in ihren internationalen und österreichischen Geschäften T-Shirts, Pullover und Tops aus der neuen Lenzing-Faser "Refibra". Die Faser stammt aus Stoffabfällen des spanischen Modekonzerns Inditex, die im Werk in Heiligenkreuz verarbeitet werden.

Die Verschnitte werden zu Fasern rezykliert, aus denen wiederum Kleidungsstücke gemacht werden. "Refibra ist die erste Zellulosefaser, die neben Holz als Rohstoff Recycling-Material verwendet", sagt Lenzing-Vorstand Stefan Doboczky.

Jedes Jahr würden rund 50 Millionen Tonnen Bekleidung weggeworfen. "Der Bedarf wird sich bis zum Jahr 2025 verdoppeln. 80 Prozent der nicht mehr verwendeten Kleidungsstücke landen auf Mülldeponien", sagt Doboczky. Die Kreislaufwirtschaft in der Modebranche werde daher immer wichtiger.

Damit Kunden auch sicher sein können, dass die Faser aus Recycling-Material tatsächlich in den Textilien zu finden ist, hat Lenzing ein neues Identifikationssystem entwickelt. Dieses System mache es möglich, die Refibra-Faser in den fertigen Textilien festzustellen, sagt Doboczky.

Der Konzern konzentriert sich neben der klassischen Viskose zunehmend auf Spezialfasern. Bis zum Jahr 2020 soll der Anteil von Spezialfasern an den Umsatzerlösen von 42 auf 50 Prozent steigen.
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