IFES-Studie
Auch viele Kärntner halten zu wenig Abstand auf Autobahnen

Auf Autobahnen gilt beim Abstand die Zwei-Sekunden-Regel

Studie zeigt, wie es Kärntner mit dem Abstandhalten auf Autobahnen halten. Nun gibt es im Asfinag-Netz neue Standorte zum Überprüfen seines Abstandes zum Vordermann.

KÄRNTEN. Viele Unfälle auf Autobahnen passieren aufgrund von zu wenig Abstand zum Vordermann. Eine IFES-Umfrage im Auftrag der Asfinag belegt, dass sich viele Lenker dessen zu wenig bewusst sind. 60 Prozent der Befragten in Kärnten gaben an, sich beim Abstand zum Vorderen nur aufs Gefühl zu verlassen.

Der richtige Sicherheitsabstand

Vier von fünf befragten Kärntnern sagten, sie hätten sicher den richtigen Abstand. Doch dem ist nicht so: Etwa die Hälfte gab an, bei 130 km/h ca. vier Autolängen Abstand zu halten – also weniger als 20 Meter. Der richtige Abstand wären in diesem Fall aber 70 Meter.

Zwei-Sekunden-Regel

Die klare Richtschnur: mindestens zwei Sekunden Abstand, unabhängig vom Tempo! Das wären eben bei 130 km/h ca. 70 Meter, bei 100 km/h rund 50 Meter. Schließlich kommt es bei Reaktion und Bremsweg auch noch auf den Zustand des Fahrers (ausgeruht oder nicht), des Fahrzeuges und den Straßenzustand an. Nur etwa jeder Achte der Befragten wendet diese Regel korrekt an. 

Gefahr verspürt

Trotzdem: Unwohl fühlen sich die Befragten, wenn jemand zu dicht auffährt (60 Prozent). Und ein Viertel gab zu, in letzter Zeit selbst mal zu nah aufgefahren zu sein. 

Unfall-Ursache Nummer zwei

Der falsche Sicherheitsabstand ist Unfall-Ursache Nummer zwei auf Autobahnen und Schnellstraßen – nach der Ablenkung. Laut Statistik Austria ereigneten sich 2018 knapp 2.300 Unfälle mit Verletzten, bei 445 war der Sicherheitsabstand das Problem. Fünf Menschen kamen deshalb letztes Jahr ums Leben. 

Standorte zur Abstands-Überprüfung

Nun gibt es acht neue Standorte im Asfinag-Netz, wo Lenker durch eine orange Markierung ihren Abstand einschätzen können, zwei davon liegen in Kärnten:

  • A2 Südautobahn (Richtung Arnoldstein) bei Hermagor
  • A2 Südautobahn (Richtung Salzburg) bei Ilz/Fürstenfeld
  • A1 Westautobahn (Richtung Salzburg) bei St. Pölten
  • A1 Westautobahn (Richtung Salzburg) bei Schörfling/Seewalchen
  • A25 Welser Autobahn (Richtung Wels) beim Knoten Haid
  • A12 Inntal Autobahn (Richtung Innsbruck) bei Kramsach
  • A10 Tauernautobahn (Richtung Villach) bei Paternion/Feistritz
  • A7 Südautobahn (Richtung Linz) bei Unterweitersdorf

Tipps für den korrekten Abstand:

  • Das Rechtsfahrgebot einhalten und möglichst nur zum Überholen auf einen weiter links liegenden Fahrstreifen wechseln.
  • Vor und nach dem Überholen: Rückspiegel und Blinker rechtzeitig benützen.
  • Keinesfalls den Nachfolgeverkehr durch den Tritt auf die Bremse provozieren.
  • Auch nicht unnötig zu großen Abstand halten – auch das provoziert Drängler.
  • Schnellere Fahrzeuge – egal ob diese überhaupt schneller fahren dürfen – überholen lassen.

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