Regierungssitzung Kärnten
Lösung für Krankenhaus Spittal

Das Land Kärnten kaufte den Standort des Krankenhauses Spittal
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  • Foto: KH Spittal
  • hochgeladen von Kathrin Hehn

Nach drei Jahren an Verhandlungen gibt es nun eine Lösung für das Krankenhaus Spittal.

SPITTAL, KLAGENFURT (kh). Nachdem der bisherige Betreiber des Krankenhauses, die Familie Samonigg, einen zusätzlichen jährlichen Finanzbedarf anmeldete und es für das Land Kärnten nicht mehr tragbar war, eine jährliche Miete für einen Teil der Immobilie zu zahlen, wurde nach einer neuen Lösung gesucht.

Drei Jahre verhandelt

Nach langwierigen Verhandlungen konnten nun alle Liegenschaften zusammengeführt und der Standort gekauft werden. Der Kaufpreis wurde von externen Gutachtern seitens des Landes sowie der Familie Samonigg ermittelt. Die Finanzierung des Krankenhauses soll nun transparenter und effizienter werden.
Der Immobilienerwerb der Krankenhausbetriebsgesellschaft soll mit 1.1.2020 erfolgen. Die Betriebsführungsvereinbarung tritt ab heute in Kraft.

Aus- und Umbau

Der Wegfall der Miete soll nun direkt den Patienten zugute kommen. Bereits 2020 soll ein großer Um- und Ausbau in Höhe von rund 14 Millionen Euro beginnen.
Dieser beinhaltet die Einführung einer Tagesklinik, den Ausbau der Ambulanz sowie neue OP-Räumlichkeiten, erklärt Gesundheitsreferentin Beate Prettner.

Leitung des Krankenhauses

Die Geschäftsführung bleibt weiterhin bei Andrea Samonigg-Mahrer. Da das Land nun an der Betreibergesellschaft beteiligt ist, ein Entsendungsrecht für zwei Mitglieder des Aufsichtsrates sowie Minderheitsrechte besitzt, ist jedoch die Aufsichts- und Steuerfunktion seitens des Landes sichergestellt.
Ab 2024 hat das Land die Möglichkeit, das Krankenhaus zu übernehmen und die Familie Samonigg kann aber auch das Krankenhaus an das Land übertragen.

Opposition sieht offene Fragen

Nach dem Regierungsbeschluss sieht sich allerdings die Opposition in Person von Gerhard Köfer (Team Kärnten) noch mit offenen Fragen konfrontiert. Er stößt sich an der „Geheimniskrämerei um exakte und wichtige Vertragsdetails“. Er fordert Transparenz ein, auch um Gerüchten vorzubeugen.
Für Köfer ist das Krankenhaus in Spittal ein Vorzeigestandort: „Unterlegt durch wissenschaftliche Studien und Erhebungen, unter anderem erstellt vom anerkannten Gesundheitsökonomen Ernest G. Pichlbauer, ist das Krankenhaus in Spittal einer der effizient geführtesten Spitäler Österreichs“, so Köfer. Er lehne eine eventuelle Eingliederung des Krankenhauses in den Kabeg-Verbund – auch langfristig gesehen – entschieden ab.

LH-Stv. Beate Prettner wiederum kontert auf die Kritik, es sei zu wenig informiert worden: „Die Opposition wurde – obgleich es dafür keinerlei Verpflichtung gegeben hat – im Vorfeld vollinhaltlich über den Letter of Intent informiert. Es wurde dazu eigens ein Treffen – und zwar am 25. Februar um 16 Uhr im Verwaltungszentrum der Kärntner Landesregierung – arrangiert.“ Gerhard Köfer wäre anwesend gewesen.

Autor:

Kathrin Hehn aus Kärnten

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