Mehr als 2.000 verdienen unter 1.700 Euro im Monat

AK-Präsident Johann Kalliauer (re.) mit Bezirksstellenleiter Hannes Stockhammer präsentierten die Leistungsbilanz.
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KIRCHDORF (sta). Die Arbeiterkammer hat ihre Leistungsbilanz der Beschäftigten aus dem Bezirk Kirchdorf präsentiert. "Wir möchten damit auch aufzeigen, dass die vielen Arbeitnehmer in den Unternehmen zentrale Leistungsträger der Gesellschaft sind. Darum haben sie auch ein Recht auf ordentliche Bezahlung und Absicherung bei Krankheit und Arbeitslosigkeit. Diese Menschen bezahlen auch den Großteil der Steuern und halten so das System aufrecht", sagt Johann Kalliauer, Präsident der AK Oberösterreich bei einem Pressegespräch in Micheldorf.
Was die Arbeitnehmer aus dem Bezirk Kirchdorf leisten, kann sich sehen lassen. Betrachtet man die Produktivität in 29 ausgewählten Unternehmen mit mehr als 49 Beschäftigten, zeigt sich ein eindrucksvolles Bild. "Die Pro-Kopf-Wertschöpfung lag im Jahr 2015 bei fast 95.000 Euro. Zieht man die Personalkosten ab, dann bleiben diesen 29 Unternehmen jährlich immer noch fast 35.000 Euro pro Mitarbeiter", so Kalliauer. AK-Bezirksstellenleiter Hannes Stockhammer: "Das sind positive und schöne Kennzahlen. Es gibt aber immer noch eine Reihe von Unternehmen, die keine vernünftigen Rahmenbedingungen für die Arbeitnehmer schaffen und trotzdem Höchstleistungen verlangen."

Einkommen im Bezirk
Etwa 30 Prozent der Beschäftigten im Bezirk Kirchdorf arbeiten teilzeit. Bei den Frauen ist es sogar jede Zweite. Die Beschäftigten bekommen im Bezirk Kirchdorf ein mittleres Bruttoeinkommen von 2.289 Euro monatlich. Am besten steigen die männlichen Angestellten mit 3.452 Euro aus. Arbeiterinnen kommen auf 1.629 Euro. Die wichtigste Branche im Bezirk Kirchdorf ist die Herstellung von Waren mit 7709 Beschäftigten – das sind 28,8 Prozent aller Beschäftigten. An den Handel entfallen knapp 3200 Arbeitsplätze. Rang drei belegt die Land- und Forstwirtschaft mit immerhin rund 2500 Beschäftigten. Auf diese drei Branchen entfallen somit etwas mehr als die Hälfte aller Arbeitsplätze. Erschreckend: Etwa 2.170 Arbeitnehmer aus dem Bezirk Kirchdorf verdienten 2015 trotz ganzjähriger Vollzeitbeschäftigung monatlich weniger als 1.700 Euro und Frauen um mehr als 25 Prozent weniger als Männer.

Autor:

Franz Staudinger aus Kirchdorf

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