Arbeitgeberregion Kirchdorf
Kick-off für den "Worklife-Hub Kirchdorfkrems"

Klaus Aitzetmüller, Rene Haidlmair, Martin Schoiswohl (v.li.)
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SCHLIERBACH, BEZIRK (wey). Seit einem Jahr wurde an der Idee gefeilt, jetzt ist es soweit: Der "Worklife-Hub Kirchdorfkrems" wurde aus der Taufe gehoben.

Hub steht für "Drehscheibe". Das Projekt der Technologiegruppe Kremstal hat die Stärkung des Bezirks als Wohn- und Arbeitsregion zum Ziel. Rene Haidlmair, Sprecher des Worklife-Hubs, erklärt: "Die Technologiegruppe hat schon viele Aspekte im Bezirk prägend mitgestaltet. Eine Erfolgsgeschichte sind die Berufserlebnistage. Warum? Weil alle an einem Strang ziehen. Die teilnehmenden Personen, Gemeinden und Unternehmen schaffen es Stärken zu bündeln, um gemeinsam in eine Richtung zu gehen."

Knackpunkt sei, die Menschen in der Region zu halten und neue dazuzugewinnen. "Mit dem Projekt sind wir am Zahn der Zeit", so Haidlmair. "Es soll weiter wachsen, sich als Marke etablieren und über die Grenzen des Bezirks und Oberösterreichs hinaus wirken. Wir wollen als Lebens- und Arbeitsregion attraktiv sein. Die Leute sollen sich bei uns so wohlfühlen, dass sie die Betriebe mit uns langfristig weiterentwickeln."

Schwerpunkt in der Sachgüterproduktion

Auch die Wirtschaftskammer Kirchdorf bringt sich ein. "Die Notwendigkeit ist unbestritten", schildert Obmann Klaus Aitzetmüller. "Die demografische Situation ist seit Jahren bekannt. Wir bündeln die Kräfte und fassen unsere Initiativen zusammen. Das ist sinnvoll, weil wir so mehr Durchschlagskraft und Sichtbarkeit über die Bezirksgrenzen hinaus erzielen." Aktuell gibt es gut 1.000 Arbeitgeberbetriebe mit mehr als 19.000 Arbeitsplätzen im Bezirk. "Unser Schwerpunkt liegt in der Sachgüterproduktion. 72 Prozent aller Arbeitsplätze sind in den Sparten Industrie, Handwerk und Gewerbe angesiedelt. Das ist Österreichrekord, das gibt es so kein zweites Mal. Diese Schwerpunktsetzung gilt es fortzusetzen", so Aitzetmüller. Zahlreiche Betriebe seien international tätig bzw. weltweit führend. Argumente für den Bezirk seien außerdem die gute Erreichbarkeit durch die A9 sowie das gute Bildungsniveau vor Ort. "Außerdem sind wir einer der sichersten Bezirke. Auch das gehört zu einer Top-Lebensqualität dazu."

"Der Bezirk bietet so viel – holen wir das vor den Vorhang, werden wir präsent, machen wir das zur Marke! Dann haben wir automatisch wieder den Rückhalt in der Bevölkerung und zusätzlichen Zuzug. Davon sind wir überzeugt und das ist auch klar die Idee dahinter" , bekräftigt Haidlmair.

Bewusstseinsbildung wichtig

Auch das Arbeitsmarktservice Kirchdorf ist dankbar für eine derartige Initiative. Bezirksstellenleiterin Julia Bauer: "Der Wissenstransfer zeichnet die Technologiegruppe aus. Man hat nicht das Gefühl, dass jemand etwas vor dem anderen verstecken will – ganz im Gegenteil. Man profitiert voneinander. Das sind Dinge, die uns extrem pushen und stark machen." Auch das Thema Bewusstseinsbildung sei in diesem Zusammenhang sehr wichtig. "Die Mühlviertler pendeln nach Linz - wieso sollen Linzer nicht auch zu uns pendeln? Man muss das richtig kommunizieren und bekannt machen, welche Möglichkeiten es hier bei uns gibt." Ein Manko räumt sie allerdings ein, nämlich den öffentlichen Verkehr, der besser ausgebaut sein könnte. "Das macht es schwierig, dass Leute einpendeln, weil man sehr auf das eigene Auto angewiesen ist"

Das Programm für die nächsten Jahre ist ambitioniert. Arbeitsgruppen werden gegründet, die an verschiedenen Zielen arbeiten. Unter anderem soll es eine Job-Plattform für die Region geben. Realisiert werden soll auch ein "europäisches Metallkompetenzzentrum". Rene Haidlmair dazu: "Wir sind die führende Region, was Metallkompetenz und Werkzeugbau betrifft. Der Bezirk Kirchdorf ist ein passender Standort. Wer in der Ausbildung einmal weg ist, kommt meistens nicht mehr zurück. Das ist eine Möglichkeit, wo wir uns auch als kleiner Bezirk positionieren können."

Vernetzen bringt mehr

Martin Schoiswohl von der Agentur Kommhaus: "Eigentlich geht es um ein `` Tourismuskonzept für Langzeiturlauber´.  Ich hätte gerne, dass die Leute leidenschaftlich und lang hier leben. Die Leitidee: Der Worklife-Hub Kirchdorfkrems macht den Bezirk zur begehrten Wohn- und Arbeitswelt. Wir erfinden nicht alles neu, sondern bringen zusammen, generieren Synergien und setzen Aktivitäten, wo es einen weißen Fleck gibt. Der Bezirk Kirchdorf soll für qualifizierte Mitarbeiter künftig die erste Wahl sein. Wir haben hier nicht nur viel Gegend, sondern wir sind eine der erfolgreichsten Industrieregionen in Oberösterreich und darüber hinaus. Der Riesenvorteil ist ja diese Wirtschaftskraft in dieser Gegend. Jedes Unternehmen kämpft, aber die Erfahrung zeigt: Vernetzt kriegt man am Schluss mehr heraus."

Autor:

Martina Weymayer aus Kirchdorf

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