Die Buchenwälder im Nationalpark Kalkalpen sind Weltnaturerbe

Die Buchenwälder im Nationalpark Kalkalpen sind Weltnaturerbe. | Foto: NPK/Sieghartsleitner
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Buchenwälder in zehn europäischen Staaten haben sich für eine Eintragung in die Welterbe-Liste beworben. Österreich koordinierte diese Einreichung und spielte damit eine wichtige Rolle bei diesem einzigartigen grenzüberschreitenden Projekt zum Schutz der Buchenwälder. Während der laufenden jährlichen Sitzung des Welterbe-Komitees, das in Krakau (Polen) tagte, wurden 63 Buchenwälder in 32 Schutzgebieten in 10 europäischen Ländern der UNESCO Welterbe-Liste hinzugefügt. Diese Wälder stellen eine Erweiterung des Welterbes „Buchenurwälder der Karpaten und Alte Buchenwälder Deutschlands“ dar. Das Welterbe-Komitee erkennt diese Wälder an, da sie gemeinsam Zeugnis über die außergewöhnliche Entwicklungen und Auswirkungen ablegen, die Buchen-Ökosysteme seit der letzten Eiszeit in Europa hatten. Früher beherrschten Buchenwälder das Landschaftsbild Mitteleuropas, heute sind davon nur noch wenige in ihrer ursprünglichen Form erhalten.

Welterbe-Anerkennung basiert auf strenger internationaler Auslese

Die anerkannte Erweiterung ist das Ergebnis eines internationalen Forschungs-Projektes, das 2012 gestartet wurde. Zunächst wurden gut erhaltene Buchenwälder in Europa kartiert und klassifiziert. Standort, Bodenbeschaffenheit, Klima, genetische Vielfalt der Buchen etc. wurden berücksichtigt. Anschließend bewerteten internationale ExpertInnen die Buchenwälder hinsichtlich ihrer Chancen auf Anerkennung durch das Welterbe-Komitee. Schlussendlich wurde durch ExpertInnen ein gemeinsames Nominierungs-Dossier aller einreichenden Staaten erstellt. Die Eintragung dieser herausragenden Beispiele europäischer Buchenwälder ist ein einzigartiges transnationales Projekt, welches zwölf Staaten und einen enormen Erfolg für den Naturschutz weltweit zusammenfasst.

Der Beitrag des Nationalpark Kalkalpen zum Weltnaturerbe

Der Nationalpark Kalkalpen kann als die größte zusammenhänge Schutzgebietsfläche mit einem signifikant hohen Anteil an Buchen-Altbeständen im Buchenverbreitungsgebiet der Alpen bezeichnet werden. Die wertvollsten dieser Buchen¬wälder – 5.250 Hektar – werden als potenzielle Weltnaturerbe-Fläche vorgeschlagen. Diese Fläche erstreckt sich über eine Höhenamplitude von 396 bis hin zu 1.963 Metern Seehöhe.

Insgesamt treten 6 verschiedene Buchenwaldgesellschaften auf:
•Zyklamen-Buchenwald,
•Schneerosen-Buchenwald, eine endemische Gesellschaft für die nordöstlichen Kalkalpen (nur in diesem begrenzten Gebiet vorkommend)
•Waldmeister-Buchenwald,
•Karbonat-Alpendost-Fichten-Tannen-Buchenwald,
•Lehm-Fichten-Tannen-Buchenwald,
•Hochmontaner Karbonat-Buchenwald

Die Vielfalt an geologischen Ausgangsgesteinen, die große Mannigfaltigkeit an Bodentypen, sowie die unterschiedlichen Geländeformen und die große Höhenamplitude (submontan bis hochsubalpin) sind verantwortlich für die hohe Standortsvielfalt und die überdurchschnittlich hohe Zahl an verschiedenen Biotoptypen. Die vorkommenden Buchenwälder bilden aus diesem Grund auch das gesamte Spektrum an möglichen Buchenwaldtypen im Nordostalpenraum ab.
Eine Besonderheit des Nationalpark Kalkalpen ist das gemeinsame Auftreten von Buche und Lärche innerhalb eines Bestandes, der an der steilen Nordseite des Sengsengebirges mancherorts die Waldgrenze bildet. Dieses gemeinsame Auftreten kann als klares Alleinstellungsmerkmal für die Kalkalpen bezeichnet werden.
Die Buchenwälder im Nationalpark Kalkalpen stocken von der submontanen/ tiefmontanen Stufe, in der sie als reine Buchenwälder ausgebildet sind, bis hin zur hochmontanen Stufe, in der sich zur Buche auch Tanne und Fichte gesellen. Die höchstgelegen Buchenbestände reichen bis etwa 1.450 Meter Seehöhe.

Die Buchenwälder im Nationalpark Kalkalpen sind Weltnaturerbe. | Foto: NPK/Sieghartsleitner
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Foto: Oliver Hoffmann - stock.adobe.com
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