23.08.2016, 16:41 Uhr

"Die Schulen sind gefordert"

Karl Schachinger, Direktor an der Neuen Mittelschule in Pettenbach mit Lehrerin Benedicta Straßmair. (Foto: Foto: Aitzetmüller)

Freie Schulwahl: Pflichtsprengel der Neuen Mittelschulen werden aufgehoben.

von Franz Staudinger

BEZIRK (sta). Ab dem Schuljahr 2017/2018 können alle 10- bis 14-jährigen Pflichtschüler beziehungsweise ihre Eltern in Oberösterreich in Zukunft selbst entscheiden, welche der 232 Neuen Mittelschulen im Land sie besuchen wollen.
"Die bisherigen Pflichtsprengel werden aufgehoben. Diese Vorgehensweise hat sich bereits bei den Allgemeinbildenden höhere Schulen (AHS) und den Berufsbildenden Höheren Schulen (BHS), sowie den Privatschulen bestens bewährt. Auch das Burgenland ist diesbezüglich schon mit gutem Beispiel vorausgegangen", berichtet die Bildungssprecherin der oberösterreichischen Freiheitlichen, Landtagsabgeordnete Silke Lackner.
"Wieweit die etwaige Abschaffung des Schulsprengels Einfluss auf Schülerzahlen von Schulen hat, ist abhängig von der Lage der Schulen. In Ballungsbereichen wird sich die Sprengelauflösung für Neue Mittelschulen sicherlich anders bemerkbar machen als in Regionen mit geringerer Schuldichte", sagt dazu Andreas Stallinger, Direktor der Neuen Mittelschule in Windischgarsten. Sein Kollege Karl Schachinger, von der NMS Pettenbach: "Das Gymnasium hat man sich auch bisher schon aussuchen können. Warum soll das nicht auch bei Pflichtschulen möglich sein, noch dazu weil ja die Schulen verschiedene Schwerpunkte anbieten. Wir werden ab dem kommenden Schuljahr eine sportspezifische Klasse haben. Jeder Schüler hat Stärken und Interessen. Diesen kann er mit einer freien Schulwahl auch nachgehen. Die Schulen werden in Zukunft gefordert sein, Schwerpunkte zu setzen um ihr Profil zu schärfen. Ich wäre auch für eine freie Schulwahl bei den Volksschulen." So sieht es auch Bürgermeister Peter Auerbach aus Rosenau: "Der Wille der Kinder soll auch in den Volksschulen berücksichtigt werden. Die Schulsprengel gehören abgeschafft. Das sind Relikte aus der Zeit von Maria Theresia. Wir haben eine kleine Schule mit etwa 50 Kindern. Kinder die in Rosenau wohnen, sollen auch in Rosenau zur Schule gehen und nicht in Windischgarsten, nur weil es der Schulsprengel so vorsieht." Landtagsabgeordneter Christian Dörfel und Bürgermeister in Steinbach an der Steyr dazu: Freie Schulwahl je nach Begabung und Schwerpunkt – das bedeutet mehr Flexibilität und weniger Bürokratie für die Eltern und Schüler.“
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Franz Staudinger aus Kirchdorf | 23.08.2016 | 16:42   Melden
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