Tierwohl
Bewusste Kaufentscheidung ist wichtig

Wird Fleisch von Direktvermarktern aus der Region gekauft, kann viel Tierleid verhindert werden.
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Das Tierleid, das durch Kälber-Transporte in ferne Länder entsteht, hat in den letzten Wochen, auch im Bezirk, für viel Aufregung gesorgt.

KLAGENFURT LAND. Kürzlich hat die Berichterstattung über den Leidensweg heimischer Kälber beim Transport in ferne Länder für viel Aufregung und Entsetzen gesorgt.
Astrid Brunner vom Kollehof in Hohenfeld  ist Vizepräsidentin des Kärntner Bauernbundes. Sie verlangt Wertschätzung von Konsumenten und rät vor Ort einzukaufen und auf Fleisch aus Massentierhaltung zu verzichten. "Das Thema rund um das Kalbfleisch, beziehungsweise das Interesse der Konsumenten wo das Essen herkommt und wie es produziert wird steigt", freut sich Brunner. 

Umdenken bei Konsumenten

Kalbfleisch ist ein begehrtes Produkt. "Dazu muss man wissen, dass Österreich doppelt soviel Kalbfleisch importiert wie wir österreichische Kälber exportieren", sagt Brunner. Da stellt sich die Frage, warum wir unsere Kälber nicht einfach bei uns im Land lassen und uns selbst damit versorgen? Brunner: "Einer der Gründe ist, dass importiertes Fleisch billiger und auch weißer ist." Weiß ist der Anspruch der Konsumenten an Kalbfleisch. "Deshalb brauchen wir von unseren Konsumenten ein massives Bekenntnis für heimisches, regionales Kalbfleisch", fordert die Vizepräsidentin. Gefordert sind hier auch die Gastronomie und Gemeinschaftsverpflegung. 

Tiertransport ist nicht gleich Tierleid

Brunner stellt klar, dass Tiertransport nicht gleich Tierleid bedeutet. Sie verweist hier auf Zar.at Kurzfilm zum Thema Kälber. Transporte sind über längere Strecken gesetzlich geregelt. "Trotzdem sind unsere Bauern um eine regionale Vermarktung bemüht", stellt Brunner klar. 

Fleisch aus der Region 

Jeder Einzelne trägt durch seine Kaufentscheidungen – sei es nun Fleisch, Milch, Eier oder auch in vielen anderen Bereichen heimischer Lebensmittel – zu Tierwohl, Klimaschutz und Nachhaltigkeit bei. "Beim Fleischkauf können wir in Kärnten auf viele Direktvermarkter verweisen", sagt Brunner. zur Auswahl stehen: Ab Hof Verkauf, "Gutes vom Bauernhof"-Betriebe, Bauernläden, Verkaufshütten, Bauernmärkte, regionale Initiativen, Genussland Kärnten-Betriebe. 
Für Brunner ist dazu auch die Initiative der BVG Kärntner Fleisch erwähnenswert. Mit dem Proejkt "Kalb Rose" wird Konsumenten Kalbfleisch erster Güte angeboten und somit heimische Kälber regional vermarktet. "Ein tolles Projekt, das Kälbertransporte ausschließt und Wertschöpfung für bäuerliche Familienbetriebe bringt", freut sich Brunner. 

"Gutes vom Bauernhof"

Heimische Direktvermarkter bieten eine Vielzahl von hochwertigen Lebensmitteln an. In Österreich gibt es rund 1.700 bäuerliche Direktvermarkter unter der Marke "Gutes vom Bauernhof" die geprüfte Qualität der Waren garantiert. Verkauft wird, was direkt am Hof gewachsen und verarbeitet wurde. Durch strenge Auflagen und regelmäßige Kontrollen garantiert die Dachmarke eine besonders hohe Qualität der Produkte für Konsumenten, die Sicherheit bezüglich Herkunft, Herstellungsart und Qualität der Nahrungsmittel wollen. Auch im Bezirk Klagenfurt Land gibt es Direktvermarkter die ihre Produkte unter der Dachmarke "Gutes vom Bauernhof" anbieten.

Direktvermarkter von "Gutes vom Bauernhof"  aus dem Bezirk Klagenfurt/Klagenfurt Land:  www.gutesvombauernhof.at

Wird Fleisch von Direktvermarktern aus der Region gekauft, kann viel Tierleid verhindert werden.
Landesbäuerin Astrid Brunner zum Thema "Kritik an Kälbertransport"
Autor:

Sabrina Strutzmann aus Klagenfurt

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