06.12.2017, 07:30 Uhr

Verein "Regiomobil" sucht neuen Kooperationspartner

Suchen nun nach einem neuen Partner mit Taxi-Konzession: Franz Wutti und Roman Verdel (Foto: KK)

Kurz nach Start des "sozialen Mobilitätsangebots" gibt es große Schwierigkeiten.

FERLACH, ST. MARGARETEN, ZELL. Mit 20. November wollte Stadtrat Franz Wutti mit seinem Verein "Regiomobil" durchstarten. Angeboten werden sollte ein "soziales Mobilitätsangebot" für die Gemeinden Ferlach, St. Margareten und Zell - ähnlich Go-Mobil. Wutti hätte schon 51 Partnerbetriebe, die das Pilotprojekt mitfinanzieren. Das Taxiunternehmen Juwan führe als Kooperationspartner die Fahrten mit Berufsfahrern durch. 

Rechtliche Probleme

Nun ist alles anders. Wutti muss einen neuen Partner suchen, der eine Taxi-Konzession hat. Denn Juwan-Fahrer stehen nicht zur Verfügung, die mündliche Zusage wurde zurückgezogen. Geschäftsführer Franz Juwan: ",Regiomobil' ist kein Projekt der Firma Juwan. Das Foto, das in den Medien verbreitet wurde, ist alt und wurde für ein mögliches zukünftiges Projekt gemacht." Man habe weit vor Start des "Regiomobil" auf mögliche rechtliche Probleme hingewiesen - Stichwort Markenrecht. "Da diese Probleme weiter bestehen, war uns das zu heiß. Wir konzentrieren uns lieber auf unsere Kernaufgaben", so Juwan.
Wutti will von "politischem Druck" auf die Firma Juwan wissen, was Franz Juwan allerdings nicht bestätigen kann. Bis ein neuer Partner gefunden ist, will Wutti jenen, die mit einem Taxi zu einem "Regiomobil"-Partnerbetrieb fahren und dabei den normalen Taxipreis zahlen, die Differenz auf den "Regiomobil"-Preis zurückzahlen (bis zu zehn Euro).

Noch viele Fragen

Auch die finanzielle Unterstützung der drei Gemeinden geht Wutti bzw. seinem Trägerverein ab. "Die Bürgermeister boykottieren das Projekt. Es ist nicht gewünscht, weil es das günstigste ist. Es geht um nur 14.000 Euro für alle drei Gemeinden pro Jahr", rechnet Wutti.
Die Boykott-Aussage ärgert Ferlachs Bürgermeister Ingo Appé: "Wir sind immer bereit, ein gutes Konzept zu unterstützen. Doch Wutti war nicht in der Lage dazu, eines vorzulegen. Vor zwei Monaten hat er einen Fragenkatalog erhalten, den er bis jetzt nicht beantwortet hat." Das Projekt "Regiomobil" sei undurchsichtig, es gibt Fragen zu rechtlichen Grundlagen und zur Kalkulation. Außerdem unterstütze man kein "politisches Projekt". Der Vorstand des Trägervereins besteht nämlich aus Mitgliedern der "Volilna Skupnost Borovlje / Wahlgemeinschaft Ferlach - Liste Dr. Franz Wutti".
Appè: "In Gesprächen hatten wir genug konstruktive Vorschläge dazu, die allesamt nicht angenommen wurden. Wir wären z. B. bereit gewesen, 5 Euro-Bons unter sozialen Aspekten aufzulegen - ähnlich den Nachttaxi-Bons in Klagenfurt. Auch das wurde abgelehnt."   
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