Keine Entwarnung
900 Kilometer langes Wasserleitungsnetz wird durchgespült
- Weiterhin gilt die vorsorgliche Empfehlung der Gesundheitsbehörde im Stadtgebiet und in Teilen der Gemeinde Magdalensberg, Wasser aus der Leitung vor dem Trinken in einem Topf oder mit einem Wasserkocher abzukochen.
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Mit Hochdruck arbeiten die Stadtwerke Klagenfurt weiter an der Ursachenforschung und daran, möglichst absehbar wieder einzelne Stadtteile mit sauberem Trinkwasser versorgen zu können. Die Empfehlung, Leitungswasser mindestens drei Minuten abzukochen, gilt noch immer für das gesamte Stadtgebiet und einen Teil der Gemeinde Magdalensberg von der Stadtgrenze bis Deinsdorf.
KLAGENFURT. Die Versorgung der Bürger, aber auch der Institutionen bleibt weiterhin aufrecht. Die Stadt Klagenfurt versorgt öffentliche Einrichtungen und städtische Bildungseinrichtungen. Privatkindergärten und Privatschulen werden von den Stadtwerken versorgt. Wann mit einem Ende zu rechnen ist, lässt sich derzeit noch nicht sagen. Es werden täglich Proben entnommen die Ausarbeitung dauert jedoch 48 Stunden.
Stadtwerke spülen Leitungsnetz
Mit Hochdruck arbeiten die Stadtwerke Klagenfurt weiter an der Ursachenforschung und daran, möglichst absehbar wieder einzelne Stadtteile mit sauberem Trinkwasser versorgen zu können. Derzeit wird das 900 Kilometer lange Wasserleitungsnetz Richtung Westen gespült. Zeigen mehrere aufeinanderfolgende Proben in Stadtteilen einen Null-Wert an, kann in diesem Stadtteil wieder bedenkenlos Leitungswasser getrunken werden. Weiters lässt sich der Keimherd, an dem die Bakterien ins Netz gelangen, durch die erneut erhöhten Werte im durchspülten Wasserleitungssystem besser eingrenzen. "Wir ziehen derzeit 20 Proben täglich", bestätigt Stadtwerke-Vorstand Erwin Smole. Wie die Kleine Zeitung berichtete, könnte eventuell auch eine Chlorspülung entlang einzelner Straßenzüge infrage kommen.
Unterstützung bei der Wasserversorgung
Auf dem Klagenfurter Messegelände werden weiterhin Trinkwasserflaschen ausgegeben. Auch "Berglandmilch" unterstützt die Aktion mit in Tetrapak abgefülltem Trinkwasser aus Oberkärnten. "Eine unglaublich tolle Unterstützung", zeigt sich Bürgermeister Christian Scheider erfreut, ebenso wie über das Angebot von Villachs Bürgermeister Günther Albel, der ebenfalls sofortige Hilfe angeboten hat. Eine wichtige Schnittstelle in der Organisation der Trinkwasserversorgung war vom ersten Tag an die Klagenfurter Berufsfeuerwehr. "Täglich wurden 70.000 bis 80.000 Liter Trinkwasser an die Institutionen und die Bevölkerung weitergegeben", so Wolfgang Germ, stellvertretender Branddirektor der Berufsfeuerwehr und Mitglied des Einsatzstabes.
Bundesheer beteiligt sich
Ab Donnerstag ist auch das Bundesheer im Einsatz und leistet Unterstützung bei der Trinkwasserversorgung. Sie stellen dazu drei Tankwägen zur Verfügung, welche Wasser von den Hochbehältern der Stadtwerke zu den zentralen Verteilstellen in der Stadt bringen. Dort wird das Wasser in kleinere Behälter umgefüllt und von den Mitarbeitern der Stadt und den Stadtwerken zu den einzelnen Institutionen, wie Schulen und Kindergärten gebracht. Weiters wird ab Samstag zudem auf dem Messegelände eine eigene Aufbereitungsanlage errichtet, damit Wasser direkt vor Ort gereinigt und abgefüllt werden kann.
Weiterhin Wasser abkochen
Weiterhin gilt die vorsorgliche Empfehlung der Gesundheitsbehörde im Stadtgebiet und in Teilen der Gemeinde Magdalensberg, Wasser aus der Leitung vor dem Trinken in einem Topf oder mit einem Wasserkocher abzukochen. Dann ist es ohne Bedenken genussfähig. Händewaschen, Zähneputzen, Duschen oder Baden sind mit Leitungswasser unbedenklich. Mit den neuen Ergebnissen der Beprobungen ist im Laufe des Donnerstags zu rechnen.
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