KMG Umfrageergebnisse
So zufrieden sind die Klagenfurter mit dem öffentlichen Verkehr
- Markus Letter (Projektleiter Stadt Klagenfurt), Bürgermeister Christian Scheider, Felicia Winter (Projektleiterin AAU), Tamara Jurkowitz (Projekteiterin KMG), Stadträtin Sandra Wassermann und Hansjörg Schusser (Geschäftsführer KMG).
- Foto: Helge Bauer
- hochgeladen von Evelyn Wanz
Wie zufrieden sind die Klagenfurter mit dem öffentlichen Verkehr und welche Verbesserungen wünschen sie sich? Eine neue Kundenbefragung der Klagenfurt Mobil GmbH (KMG) und der Landeshauptstadt Klagenfurt zeigt: Der Stadtbus ist für viele Menschen ein wichtiger Teil ihres Alltags, gleichzeitig gibt es klare Erwartungen an eine weitere Attraktivierung des Angebots.
KLAGENFURT. Wie nutzen die Menschen den öffentlichen Verkehr in Klagenfurt? Wo sehen sie Verbesserungsbedarf? Antworten auf diese Fragen liefert die neue KMG-Kundenbefragung, die heuer im Frühjahr von der Universität Klagenfurt im Auftrag der Klagenfurt Mobil GmbH (KMG) und der Landeshauptstadt Klagenfurt im Rahmen des FFG-geförderten Projekts "Share4U" durchgeführt wurde. Ziel der Befragung war es, die Bedürfnisse der Fahrgäste und konkrete Verbesserungsvorschläge zu erheben. Diese sollen als Grundlage für die Weiterentwicklung und Attraktivierung des öffentlichen Verkehrs in Klagenfurt dienen.
Bürgermeister Christian Scheider: "Es ist wichtig, die Meinung der Kundinnen und Kunden einzuholen, um so laufend Verbesserungen und Weiterentwicklungen beim öffentlichen Verkehr durchführen zu können. Bereits in der Vergangenheit wurden hier essenzielle Maßnahmen gesetzt. Es freut mich, dass die aktuelle Befragung wieder so gut angenommen wurde".
Über 1.500 Teilnehmer
Die Teilnahme an der Befragung erfolgte entweder online über einen QR-Code oder persönlich durch Studierende in den KMG-Bussen sowie an Haltestellen. Von den mehr als 1.500 Teilnehmern wurden nach einer Qualitätsprüfung rund 1.200 vollständig und ernsthaft ausgefüllte Fragebögen ausgewertet. Die Ergebnisse zeigen, dass der Stadtbus für viele Menschen ein fester Bestandteil ihres Alltags ist: Die Mehrheit der Befragten nutzt das Angebot täglich oder mehrmals pro Woche.
Stadträtin Sandra Wassermann: "Dass sich über 1.500 Fahrgäste an der Befragung beteiligt haben, zeigt mir, wie sehr den Klagenfurterinnen und Klagenfurtern ein attraktiver öffentlicher Verkehr am Herzen liegt. Unser Ziel ist es, ein umfangreiches Mobilitätsangebot zu schaffen. Auch die Fahrgäste der Koralmbahn nehmen Nextbike, E-Carsharing und den 10-Minuten-Takt bereits gut an. Die Studie gibt der Stadtregierung einen klaren Auftrag, die Wünsche der Bürgerinnen und Bürger ernst zu nehmen und zügig umzusetzen".
Ticketverhalten
Besonders intensiv würden die KMG-Busse von Personen unter 18 Jahren genutzt. Das Ticketverhalten zeige zudem eine hohe Akzeptanz bestehender Angebote: "Am häufigsten werden das 60-Minuten-Ticket, das Kärnten-Ticket sowie das KlimaTicket Österreich verwendet", heißt es seitens der KMG. Der Ticketkauf erfolge überwiegend über die KlagenfurtMobil 2.0-App und direkt im KMG-Bus.
Klare Verbesserungswünsche
Wenn es um Fahrgastinformationen geht, wünschen sich die Kunden vor allem zuverlässige Echtzeitinformationen zu Verspätungen oder Ausfällen. Bevorzugte Informationskanäle sind dabei digitale Anzeigetafeln an den Haltestellen sowie die KlagenfurtMobil-2.0-App. Gleichzeitig zeigen die Rückmeldungen, dass die Benutzerfreundlichkeit der App weiter verbessert werden soll. Neben den standardisierten Fragen konnten die Teilnehmer auch offene Verbesserungsvorschläge einbringen. Dabei zeichnen sich klare Schwerpunkte ab: dichtere Taktung der Busse, insbesondere in den Abend- und Nachtstunden sowie an Wochenenden und Feiertagen; zusätzliche Haltestellen, vor allem in der Innenstadt, in Viktring sowie bei Freizeit- und Ausflugszielen; bessere Kapazitätsplanung durch größere Busse zu Stoßzeiten sowie attraktivere Angebote für Nextbike und Avant2Go mit günstigeren Preisen und zusätzlichen Standorten.
Umsetzung der Verbesserungen
Hansjörg Schusser, KMG-Geschäftsführer: "Gemeinsam mit der Universität Klagenfurt haben wir mit der Umfrage eine wissenschaftlich fundierte Datenbasis zu den Bedürfnissen unserer Fahrgäste geschaffen. Diese zeigt uns, wo wir mit unseren Verbesserungsmaßnahmen gezielt ansetzen müssen – so haben wir heuer bereits mit der Sanierung mehrerer Haltestellen begonnen und treiben diese Aufwertung laufend weiter voran. Unser besonderer Dank gilt dem Forschungsteam und den Studierenden der Universität Klagenfurt für die Durchführung der Umfrage sowie allen Teilnehmenden für ihr Feedback. Schritt für Schritt arbeiten wir daran, weitere Verbesserungen im KMG-Liniennetz umzusetzen".
Wissenschaftliche Erkenntnisse
"Praxisorientierte Lehre – wie im Seminar 'Angewandte Motivationsforschung zu nachhaltiger Mobilität' unter der Leitung von Professorin Helen Landmann und in Zusammenarbeit mit der KMG – vermittelt den Studierenden, wie sich wissenschaftliche Erkenntnisse in konkrete lokale Lösungen übersetzen lassen. Es ist sehr erfreulich, dass die Kunden der KMG so zahlreich an der Befragung teilgenommen haben. Das lässt auf eine hohe Motivation schließen, den öffentlichen Verkehr in Klagenfurt aktiv mitzugestalten", so Felicia Winter, Universität Klagenfurt.
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