Kärnten
Landwirtschaftskammer sieht Dürrehilfe als "richtigen Schritt" an
- Norbert Totschnig (vorn, ÖVP) und Finanzminister Markus Marterbauer stellten erste Maßnahmen für von Dürre geplagten Bauern vor.
- Foto: Rene Hemerka
- hochgeladen von Mag. Stephan Fugger
Die anhaltende Dürre setzt Österreichs Landwirtschaft unter Druck: Die Schäden belaufen sich laut Hagelversicherung bereits auf rund eine Milliarde Euro. Die Bundesregierung reagiert mit einem Dürre-Hilfspaket von 240 Millionen Euro. Auch Kärntner Bauern sind von Ernteausfällen betroffen – besonders in Mittel-, Süd- und Unterkärnten. Parallel dazu einigte sich die Koalition auf ein neues Klimaschutzgesetz mit dem Ziel der Klimaneutralität 2040.
WIEN, KÄRNTEN. In den vergangenen Wochen wurde die Kritik am Landwirtschafts- und Klimaminister Norbert Totschnig (ÖVP) immer lauter. Der Schaden durch den ausbleibenden Regen beläuft sich österreichweit laut Hagelversicherung auf eine Milliarde Euro. Die Zeiten, in denen Bund großzügig Förderungen ausschütten konnte, sind spätestens seit der Pandemie vorbei. Vergangenen Freitag stellten Totschnig, Wirtschaftsminister Markus Marterbauer (SPÖ) und Neos-Nationalrat Michael Bernhard erste Maßnahmen vor: ein Dürre-Hilfspaket in der Höhe von 240 Millionen Euro. In Form einer einmaligen Erhöhung des Prämienzuschusses zur Dürreversicherung in der Hagelversicherung, temporärem Aussetzen der Sozialversicherungsbeiträge, Zinszuschüssen bei Betriebsmittelkrediten und Stundungen bei Agrarinvestitionskrediten.
Schaden wird abgefedert
Die LK Kärnten sieht das von der Bundesregierung geschnürte Dürre-Hilfspaket als Schritt in die richtige Richtung: "Gemeinsam mit den Leistungen aus der Dürreversicherung der Österreichischen Hagelversicherung tragen die präsentierten Maßnahmen dazu bei, den finanziellen Schaden bei den bäuerlichen Betrieben abzufedern." Mehr ist von der Landwirtschaftskammer nicht zu erfahren.
Herbstkulturen betroffen
Anfang August forderte Präsident Siegfried Huber in einer Aussendung die rasche Auszahlung der Dürreversicherung. "Viele landwirtschaftliche Familienbetriebe stehen aufgrund der Ertragsausfälle vor erheblichen finanziellen Belastungen. Eine rasche Auszahlung der Versicherungsleistungen ist daher essenziell, um die Zahlungsfähigkeit der Betriebe zu sichern und die laufenden Kosten bewältigen zu können". Schäden an Herbstkulturen wie Mais, Soja, Kartoffeln oder auch dem Grünland seien bemerkbar. Besonders betroffen seien Mittel,- Süd und Unterkärnten, wo sich bereits deutliche Dürreschäden abzeichnen.
Klimaschutzgesetz
Im selben Atemzug hat die Koalition sich auf ein Klimaschutzgesetz geeinigt. Das Ziel: Österreich soll 2040 klimaneutral sein. "Der Klimafahrplan wird bis Ende 2027 erstmals von der Bundesregierung beschlossen und entsprechend am 2040-Ziel ausgerichtet. Darin müssen Sektorziele, klare Maßnahmen, Zeitpläne und Zuständigkeiten festgehalten werden", heißt es in einer Aussendung. Die FPÖ fordert "die gesetzliche Verankerung der Klimaneutralität 2040 fallen zu lassen und sich auf EU-Ebene für eine Abkehr vom Klimaneutralitätsziel 2050 einzusetzen".
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