Eine Chance für Kärnten durch die Flüchtlinge

Politwissenschaftler Thomas Schmidinger beleuchtet die aktuelle Situation
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KÄRNTEN, KLAGENFURT. Vor Weihnachten realisieren Partner des Netzwerks "Verantwortung zeigen" Projekte in sozialen Einrichtungen. Der Auftakt stand heuer im Zeichen des Flüchtlingsstroms in Europa - und auch in Kärnten. Initiatorin Iris Straßer lud Netzwerk-Partner aufs Podium. Ihre Frage: "Welche Auswirkungen haben Asylberechtigte auf Kärnten Wirtschaft?"
"Es wird Kärnten wirtschaftlich und kulturell gut tun, wenn es sich den Menschen öffnet, die hierher flüchten", zeigt sich Experte Thomas Schmidinger überzeugt. Caritas-Direktor umreißt die aktuelle Lage: "4.000 Personen haben hier um Asyl angesucht; 2.000 sogenannte Transitflüchtlinge werden täglich in Kärnten betreut." Er appelliert an die Bevölkerung: "Wir müssen diese Menschen wollen und brauchen auch Geduld."
In dieselbe Kerbe schlägt Superintendent Manfred Sauer: "Es gibt für uns viel zu tun", hofft er auf ein Umdenken. "Wir können diese Menschen als Chance begreifen."

Chance für Kärntens Wirtschaft

Genau das will Paul Sommeregger von der Jungen Industrie. "Wir können diese Menschen ausbilden", nimmt er sich vor. Schließlich sind 85 Prozent von ihnen unter 45 Jahren alt - "die Integration kann Kärnten gegen den Fachkräftemangel und die Überalterung helfen." Er hofft auf eine andere Politik, denn: "Je schneller diese Menschen einen Job bekommen, desto schneller sind sie integriert und auch die Kosten für die Betreuung sinken."

"Enorme Motivation"

Seit 25 Jahren ist Mariola Egger im Institut für Arbeitsmigration tätig. 400 Personen aus 120 Ländern sind dort in Betreuung. "Diese Menschen haben eine enorme Selbstmotivation", spricht sie aus Erfahrung. "Arbeiten" sei eines der ersten Worte, die sie auf Deutsch aussprechen. Sie berichtet von einem Modell, an dem "das AMS mit Hochdruck arbeitet". "Wir haben gute Aussichten, wenn die Wirtschaft mitmacht", ist Egger überzeugt. Und das tut sie bereits: "Es gibt immer wieder Betriebe, die im Institut Interesse an Mitarbeitern bekunden."

Zur Sache - Advent-Opening im Künstlerhaus

Das Netzwerk "Verantwortung zeigen" will Wirtschaftsunternehmen mit NGOs zusammenzubringen.

74 namhafte Unternehmen sind derzeit Mitglied von "Verantwortung zeigen".

Sie haben seit 2010 522 Projekte gemeinsam realisiert. Das entspricht 24.372 Arbeitsstunden, die unentgeltlich geleistet wurden. Im Advent realisieren Mitarbeiter der Partner wieder zahlreiche Projekte. Der Adventautakt gibt den Startschuss.

Diesmal referierte Terror-Experte Thomas Schmidinger über die aktuelle Situation. "Es ist wichtig die Religion vom politischen Islam zu unterscheiden", appelliert er.

Dabei waren: Richard Oswald (Atrio), Andreas Jesse (Autark), Sabine Grünanger (Moki), Horst Krainz (Hilfswerk) und WOCHE-Geschäftsführer Robert Mack.

Politwissenschaftler Thomas Schmidinger beleuchtet die aktuelle Situation

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