Klagenfurt hat kein Geld
Entscheidung über 2,4 Millionen für Flughafen vertagt
- Schon wieder steht der Klagenfurter Flughafen im Mittelpunkt: Viele Fragen rund um die Finanzierung bleiben offen (Symbolfoto)
- Foto: Barbara Schmoczer-Kuchling/Flughafen Klagenfurt
- hochgeladen von Laura Anna Kahl
Klagenfurt fehlt das Geld für Investitionen in den Flughafen, man müsse 2,4 Millionen Euro in Form einer Kapitalerhöhung zuschießen. Nun werden Gespräche geführt und Lösungen gesucht. "Der Flughafen ist laut Wirtschaftsprüfern in keinster Weise in Gefahr", heißt es.
KLAGENFURT. Die Landeshauptstadt Klagenfurt steht vor einer wichtigen Entscheidung betreffend ihrer Anteile am Flughafen Klagenfurt. Angesichts einer bevorstehenden Kapitalerhöhung, die von der Kärntner Beteiligungsverwaltung (K-BV) festgelegt wurde, müsste die Stadt 2,4 Millionen Euro aufbringen, um Anteile von 20 Prozent zu halten. "Geld, dass die Stadt aufgrund der angespannten Finanzlage, in der sich Städte und Gemeinden derzeit befinden, nicht hat", heißt es.
Gespräch gesucht
Um eine für alle Beteiligten gute Lösung zu erreichen, hat Bürgermeister Christian Scheider am gestrigen Mittwoch ein Gespräch mit K-BV-Vorstand Martin Payer, Finanz- und Beteiligungsreferentin Stadträtin Constance Mochar und juristischen und wirtschaftlichen Fachexperten im Rathaus einberufen.
"Flughafen nicht in Gefahr"
"Bevor wir eine Entscheidung über Steuergeld, das in vielen Bereichen der Stadt gebraucht wird, treffen, müssen einige Punkte und Möglichkeiten diskutiert werden, um einen verantwortungsbewussten und nachhaltigen Schritt setzen", so Bürgermeister Christian Scheider, der betont:
"Der Flughafen ist laut Wirtschaftsprüfern in keinster Weise in Gefahr und kann sich selbst finanzieren, auch wenn die Stadt die Kapitalerhöhung nicht mitträgt."
Optionen werden geprüft
"Wir können es uns nicht leisten, öffentliche Gelder nicht zielgerichtet und verantwortungsvoll einzusetzen. Das sind wir den Klagenfurterinnen und Klagenfurtern schuldig. Deshalb unterstütze ich den Weg des Bürgermeisters, alle Optionen sorgfältig zu prüfen, bevor wir eine Entscheidung treffen, die langfristige finanzielle Auswirkungen hat", betont auch Finanz- und Beteiligungsreferentin Stadträtin Constance Mochar.
Anteile übertragen?
Vorerst wurde erreicht, dass die Generalversammlung der Flughafenbetriebsgesellschaft, bei der die Kapitalerhöhung beschlossen werden soll, von 3. auf den 12. Juni vertagt wird. Der Zeitraum wird genutzt, um einige relevante Fragen zu klären. Zum Beispiel, ob im Hinblick auf Businessplan und Budgetplan der Flughafenbetriebsgesellschaft zum aktuellen Zeitpunkt Investitionen, die eine Kapitalerhöhung notwendig machen, tatsächlich notwendig sind. Geprüft wird auch eine Möglichkeit, die schon im Vorjahr diskutiert wurde, nämlich die Anteile der Stadt zu einem fairen Preis an das Land – beziehungsweise die K-BV – zu übertragen.
"Wollen eine gute Lösung"
"Der Flughafen Klagenfurt ist eine wichtige Infrastruktur für die Stadt", so Bürgermeister Scheider.
"Wir sind an einer für alle Beteiligten guten Lösung interessiert und werden diese auch finden. Die Zeit bis 13. Juni ist zu nutzen, um Möglichkeiten zu evaluieren, juristisch und betriebswirtschaftlich prüfen zu lassen und auch für konstruktive Gespräche zwischen den Eigentümern."
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