Kinderlandesfeiertag vorgestellt
Kinder löcherten Mikl-Leitner und Brezina

Geschichte erleben, Wissenschaft entdecken und in Bücherwelten eintauchen: Der Kinderlandesfeiertag lädt heuer an 19 Standorten in Niederösterreich zum Mitmachen ein. | Foto: Rebekka Sadiki-Peckary
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Geschichte erleben, Wissenschaft entdecken und in Bücherwelten eintauchen: Der Kinderlandesfeiertag lädt heuer an 19 Standorten in Niederösterreich zum Mitmachen ein.

KLOSTERNEUBURG. Wo einst der heilige Leopold Geschichte schrieb, standen dieses Mal die Kinder im Mittelpunkt: Im Stiftsmuseum Klosterneuburg präsentierten Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, Bildungsdirektor Karl Fritthum, Propst Anton Höslinger und Erfolgsautor Thomas Brezina das Programm zum zweiten Kinderlandesfeiertag am 15. November. Mit dabei waren auch zahlreiche Kinder, die nicht nur gespannt zuhörten, sondern selbst Fragen stellen und in die Geschichte Niederösterreichs eintauchen durften.

Vom Schleier zur Landesgeschichte

Den historischen Rahmen lieferte Propst Anton Höslinger. Vor dem imposanten Babenberger-Stammbaum erklärte er den jungen Gästen die Geschichte des heiligen Leopold, dessen Todestag am 15. November 1136 bis heute den niederösterreichischen Landesfeiertag bestimmt. Auch die Legende rund um Agnes, ihren verlorenen Schleier und die Gründung des Stiftes Klosterneuburg durfte dabei nicht fehlen.

19 Standorte, unzählige Entdeckungen

Was im Vorjahr erstmals in St. Pölten stattfand, wird heuer auf ganz Niederösterreich ausgeweitet. An insgesamt 19 Standorten sollen Kinder die Möglichkeit erhalten, ihr Bundesland spielerisch zu entdecken.

„Wir wollen nicht nur, dass die Erwachsenen den Landesfeiertag feiern, sondern vor allem auch die Kinder“

, betonte Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner. Ihr Motto:

„Wir machen ganz Niederösterreich zum Erlebnisraum für Kinder – denn Niederösterreich ist Kinderösterreich.“

 Dabei gehe es nicht nur darum, die Vergangenheit kennenzulernen, sondern auch darum, neugierig auf die Zukunft zu machen.
Das Programm reicht von Museen und Forschungseinrichtungen bis zu Bibliotheken.

Mikl-Leitner im Gespräch mit den Kindern. | Foto: Rebekka Sadiki-Peckary
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Auch in Klosterneuburg wird es mit dem ISTA Science Education Center VISTA Möglichkeiten geben, Wissenschaft hautnah zu erleben. Weitere Stationen sind unter anderem das Museum Niederösterreich und das Kinderkunstlabor in St. Pölten sowie das Haus der Digitalisierung in Tulln. Der Eintritt ist für Kinder an den teilnehmenden Standorten kostenlos.

Forschen, staunen und entdecken

Das Programm reicht von Museen und Forschungseinrichtungen bis zu Bibliotheken. In Klosterneuburg wartet im neuen VISTA Science Experience Center ein abwechslungsreiches Angebot rund um Wissenschaft und Forschung. Auch das Museum Gugging öffnet seine Türen.

Foto: Rebekka Sadiki-Peckary

Weitere Stationen sind das Museum Niederösterreich und das KinderKunstLabor in St. Pölten, das MAMUZ Schloss Asparn an der Zaya sowie das Haus der Wildnis. Im Haus der Digitalisierung und in Science Centern in Tulln und Lunz können junge Besucherinnen und Besucher selbst experimentieren. Büchereien, unter anderem in Vitis, Gloggnitz und Scheibbs, laden zu Workshops und Mitmachstationen ein.

„Vielleicht entdecken sie am Kinderlandesfeiertag ein neues Interesse oder ein Talent, von dem sie bisher noch gar nichts gewusst haben“

, hofft Mikl-Leitner.

Thomas Brezina macht Mut

Für besonders leuchtende Kinderaugen sorgte Autor Thomas Brezina. Der Schöpfer zahlreicher Kinderbuchklassiker erzählte von seinen eigenen Schulschwierigkeiten und davon, dass ausgerechnet Deutsch nicht zu seinen Stärken gezählt hatte. Seine Freude am Geschichtenerfinden ließ er sich dennoch nicht nehmen.

Thomas Brezina verteilte auch Autogramme | Foto: Rebekka Sadiki-Peckary
  • Thomas Brezina verteilte auch Autogramme
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Seine Botschaft an die Kinder: Wer Freude daran hat, etwas zu schreiben, zu zeichnen oder zu bauen, soll es einfach ausprobieren. Auch wenn etwas schiefgeht, könne man daraus lernen.
Mit seinem neuen Buch „Was dein Körper sagen würde, wenn er sprechen könnte“ nahm Brezina die Kinder außerdem auf eine gedankliche Entdeckungsreise durch den menschlichen Körper mit. Dabei wurde aus einer Presseveranstaltung beinahe eine kleine Unterrichtsstunde voller Staunen.

Kinder gestalten die Zukunft

Bildungsdirektor Karl Fritthum unterstrich die Bedeutung der Initiative und verwies darauf, dass die Schulen über das Programm informiert wurden. Auch im Unterricht könne der Landesfeiertag genutzt werden, um sich mit der Geschichte Niederösterreichs auseinanderzusetzen.

Ein Interview zwischen Mikl-Leitner und Brezina | Foto: Rebekka Sadiki-Peckary
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Für Mikl-Leitner steht dabei vor allem die nächste Generation im Mittelpunkt. Kinder seien die Verantwortungsträger von morgen. Deshalb sei es wichtig, ihnen sowohl die Geschichte ihrer Heimat als auch neue Perspektiven für die Zukunft näherzubringen.

Der Kinderlandesfeiertag soll damit mehr sein als ein zusätzlicher Veranstaltungstag: Er soll Neugier wecken, Wissen vermitteln und zeigen, dass Geschichte und Zukunft durchaus gemeinsam Abenteuer versprechen.

Weitere Informationen: Das Programm zum Kinderlandesfeiertag am 15. November ist unter www.kultur4kids.at abrufbar.

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Foto: Karo Pernegger
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