Verbindung in die Stadt
Mit Rad und Tat unterwegs in Klosterneuburg

S. Hehberger, C. Stattin, A. Bors, C. Kaufmann, M. Müller-Fembeck, M.T. Eder, C. Ableidinger und A. Fink (v.l.) feiern den Lückenschluss. | Foto: Leithner
  • S. Hehberger, C. Stattin, A. Bors, C. Kaufmann, M. Müller-Fembeck, M.T. Eder, C. Ableidinger und A. Fink (v.l.) feiern den Lückenschluss.
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670 neue Radweg-Meter bilden Lückenschluss ins Kierlingtal und verbinden Stadtzentrum mit Maria Gugging.

REGION. Im Namen des Klimaschutzes und zugunsten einer Entlastung des motorisierten Verkehrs setzt auch Klosterneuburg immer mehr auf eine gut ausgebaute Rad-Infrastruktur. Nun erfolgte der Startschuss für die Bauarbeiten für den letzten Abschnitt der Kierlingtal-Route – ab Herbst 2024 sollen Radfahrer den neuen Abschnitt nutzen können.

Faktor Verkehrssicherheit

Von Mai bis August erfolgen die Bauarbeiten für die Errichtung eines von der Fahrbahn getrennten Geh- und Radweges entlang der B14 von der Schauergasse bis zur Feldgasse. "In mehreren Abschnitten entstehen neben dem Radweg auch breitere Gehsteige und neue Bushaltestellen. Somit sollen sich nicht nur für Radfahrer zahlreiche Verbesserungen ergeben, auch Fußgänger und Öffi-Nutzer sollen von dem Aus- und Umbau des 670 Meter langen Abschnitts entlang der B14 profitieren", heißt es seitens der Stadtgemeinde. Der Schutzweg beim Stollhof wird verlegt, mit einer Mittelinsel und einem Fahrbahnteiler ausgestattet und soll somit Fußgängern eine leichte und sichere Querung ermöglichen. "Im Bereich der Stegleiten wird eine Radüberfahrt geschaffen, ebenso bei der Querung der Roseggergasse zur Feldgasse sowie der Haschhofstraße. Durch die Radüberfahrt auf Höhe der Stegleiten kann in Zukunft auch der neue Kindergarten mit dem Fahrrad abseits der Hauptfahrbahn erreicht werden."

Rückblicken

Anlässlich der Gemeinderatswahlen 2010 wurde der lückenlose Radweg durchs Kierlingtal versprochen. Ende 2012 rief die Stadtgemeinde das Forum Radverkehr ins Leben – eine Gruppe, die ehrenamtlich Problem- und Gefahrenstellen für den Radverkehr diagnostizieren sollten.

"In der Otto-Kochwasser-Gasse eine Lücke im Radnetz zu schließen, wäre ein wichtiges Zeichen der Stadtgemeinde, dass sie ihre eigenen Beschlüsse ernst nimmt",

tadelt Gerhard Allgäuer von den "Parents For Future". Warum der Lückenschluss so wichtig ist, erklärt Werner Palfinger, Sprecher der Radlobby Klosterneuburg: "Jede Radverkehrsinfrastruktur ist nur so gut und attraktiv wie ihre schwächste, gefährlichste Stelle." Die Kosten für das gesamte Projekt im Zuge der neuen Radroute belaufen sich auf etwa 1,1 Millionen Euro.

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