11.10.2017, 09:14 Uhr

"Klimawandel betrifft uns alle"

Umweltgemeinderat Leopold Spitzbart traf Klimaforscherin Helga Kromp-Kolb. (Foto: privat)

Der Klosterneuburger Umweltgemeinderat Leopold Spitzbart traf Klimaforscherin Helga Kromp-Kolb.

KLOSTERNEUBURG (pa). Am Rande der Ausbildung zum Kommunalen Energie+Umweltmanager hatte Umweltgemeinderat Leopold Spitzbart die Gelegenheit ein ausführliches Gespräch mit der bekannten Klimaforscherin Helga Kromp-Kolb zu führen.

Deutliche Auswirkungen

Umweltgemeinderat Leopold Spitzbart (ÖVP) berichtet: „Der Klimawandel ist eine enorme Herausforderung für uns alle. In den letzten 25 Jahren stieg die durchschnittliche Jahrestemperatur um etwa 1°C an. Die Auswirkungen zeigen sich bereits deutlich, z.B. durch den Rückgang der Gletscher, längere Vegetationsperioden oder durch Zunahme von Temperaturextremen und Starkregenereignissen. Es besteht kein Zweifel, die globale Erwärmung wird sich fortsetzen.“
Die Wissenschaft geht von einer weiteren Temperaturerhöhung um 1,4°C bis 2050 in Österreich aus. Je nach dem, wie ambitioniert weltweit der Klimaschutz vorangetrieben wird, kann bis 2100 eine durchschnittliche Erwärmung von 2,3 bis 4°C erwartet werden.
Spitzbart weiter: „Österreichs Gemeinden sind gefordert, bei wichtigen Entscheidungen und Investitionen mögliche Veränderungen durch den Klimawandel mit zu berücksichtigen. Nur so können kostspielige Fehlentscheidungen vermieden werden und eine hohe Lebensqualität langfristig gesichert werden.“

Anpassung an Klimawandel

UGR Spitzbart abschließend: „Die Anpassung an den Klimawandel ist neben der Reduktion der Treibhausgasemissionen die zweite Säule einer ganzheitlichen Klimapolitik, der wir uns in den nächsten Jahren noch intensiver widmen werden. Klosterneuburg hat mit dem Beitritt zum e5 Klimaschutzprogramm einen wichtigen Schritt gesetzt, um die geforderten Klimaziele zu errreichen. Viele Vorhaben konnten in den letzten Jahren bereits umgesetzt werden, wie zum Beispiel die Umstellung auf LED Straßenbeleuchtung, die thermische Sanierungen in öffentlichen Gebäuden, die Errichtung von 13 Photovoltaikanlagen, Ausbau der Stromtankstellen, 90 Minuten gratis Parken für E-Autos und die „Klimaneutrale Kläranlage“ mit der Gewinnung von Biogas aus dem Klärschlamm. Auch im Bereich der Klimawandelanpassung sind mit dem Hochwasserschutz und mit den Rückhaltebecken erste Maßnahmen gesetzt worden“.


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