Ausstellunsgeröffnung Franz Stefan Kohl – „Linie · Farbe · Bewegung“

Bridging the surface #1, 2015, Acryl auf Leinwand, 150 x 160 cm, Detail
Foto: © Wolfgang Grossebner
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  • Bridging the surface #1, 2015, Acryl auf Leinwand, 150 x 160 cm, Detail
    Foto: © Wolfgang Grossebner
  • hochgeladen von Artothek Niederösterreich

Die Ausstellung „Linie · Farbe · Bewegung“ des Künstlers Franz Stefan Kohl im Schauraum der Artothek in Krems gibt einen Einblick in sein künstlerisches Schaffen von 2005 bis 2015.
Seine Malerei entwickelte sich aus einer intensiven Beschäftigung mit der konkreten und konstruktiven Kunst des beginnenden 20. Jahrhunderts. Josef Albers, das Bauhaus, Kandinsky oder Malewitsch und die theoretischen Schriften etwa von Max Bill oder Theo van Doesburg haben den Künstler in seiner Arbeit stark beeinflusst.
Kohls Bildkonzepte setzen sich mit der geometrischen Anordnung von Linien, Flächen und einer reduzierten Farbpalette auseinander. Die Linie ist formgebendes Element. Sie verbindet und trennt, sie definiert Zwischenräume, Flächen und Strukturen und kann zum bindenden Element mehrerer Ebenen werden. Die rohe, unbehandelte Leinwand, die auf Holzfaserplatten aufgezogen wird, gibt den Arbeiten, trotz ihrer strengen geometrischen Bildkonzeptionen eine sinnliche Komponente. In einem Skizzenbuch hält der Künstler die Bildideen fest und berechnet mittels aufwendigem Vorverfahren die Koordinaten für die Positionierung der Strukturen. Mit fast manischer Präzision und handwerklicher Perfektion setzt er in einem meditativen Akt Linie an Linie. Durch die scheinbar endlose und gleichförmige Repetition von nebeneinander gesetzten geometrischen Elementarformen, durch Verdichtungen, Dehnungen und Zerrungen entsteht bei den Betrachter_Innen das Gefühl eines Balanceakts zwischen monotoner Strenge, vibrierender Unruhe und dynamischer Veränderung.
Franz Stefan Kohls symbiotische Verbindung zur elektronischen und zeitgenössischen Musik schwingt in seinen Arbeiten ebenso mit, wie sein Interesse für die Kalligraphie und die geheimnisvolle Sprache der Computerstrichcodes, Piktogramme und Gensequenzen.

Franz Stefan Kohl wurde 1959 in Tulln geboren und war jahrelang in der Musikbranche als selbstständiger Unternehmer, Galeriebetreiber und als Gestalter von Radio Ö1-Sendungen tätig. Eine intensive Auseinandersetzung mit bildender Kunst bestimmt seit den 1980er Jahren sein Leben. Seit 2001 widmet er sich hauptsächlich der eigenen Malerei und stellte seine Werke sowohl in Österreich, als auch in der Schweiz aus. Werkankäufe erfolgten durch das Land Niederösterreich, die Stadt Wien und das Land Burgenland.

Ausstellungsdauer:
27.09.2015 - 07.02.2016
Do - So 11-18.00

Wann: 26.09.2015 16:00:00 Wo: Artothek Niederösterreich, Steiner Landstr. 3, 3500 Krems an der Donau auf Karte anzeigen
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