10.04.2017, 12:14 Uhr

"Klaviatorischer" Auftakt in Erl

Die "Klaviatoren" und Künstler der Accademia di Montegral ernteten wiederholt tosenden Applaus.

Beim Auftakt zu den Klaviertagen der Festspiele Erl versetzten junge Künstler aus der Accademia die Montegral das Publikum ins Staunen.

ERL (bfl). Als eines der Highlights im Programm der Festspiele bezeichnet Haselsteiner die Klaviertage, die in Zusammenarbeit mit dem Ferienland Kufstein installiert wurden. Am ersten Konzertabend präsentierten sich junge Künstler der Accademia di Montegral.
"Wir freuen uns sehr darüber, dass mit dem Ferienland Kufstein eine Zusammenarbeit wiederbelebt wird, die vor zehn Jarhen beendet wurde, nachdem sie bis dahin einige Jahre Tradition hatte", sagt Investor Peter Haselsteiner zu Beginn des Auftaktkonzertes. Man wolle im Raum Kufstein das Kulturangebot auch in der Zeit vom Ende der Wintersaison bis Ostern in entsprechender Qualität erweitern. Die Klaviertage sollen in Zukunft ein feststehender Block vor Ostern werden, der mit der Passion am Karfreitag Nachmittag um 15:00 Uhr als Höhepunkt endet.

Musikalischer Auftakt der Extraklasse
Dass das neue Fixum weit mehr ist als nur eine "Überbrückung", zeigte sich bereits am ersten Konzertabend. Ihren Eingang fanden die Klaviertage mit dem "Auftakt: Die Klaviatoren" am 6. April. Wie der Name schon sagt, bot dieser eine erste Kostprobe auf die Klaviertage, wobei man der Frage nachging, was das Klavier so alles kann. Eine Art Kollektiv an Künstlern der von Kuhn gegründeten Accademia di Montegral stellte sich dabei vorwiegend am Klavier vor. Obgleich viele der Künstler noch sehr jung sind, stehen ihre Leistungen großen und bekannten Künstlern um nichts nach. "Diese jungen Künstler machen einen Staunen", so Haselsteiner vor dem Konzertabend.
Das Klavier kam unter anderem als Orchesterbegleitung zum Einsatz, so auch bei der Arie "Glitter and be gay" (Leonard Bernstein), bei der die Sopranistin Bianca Tognocchi ihre Gesangskünste zum Besten gab.
Besonders begeistern konnte Mélodie Zhao am Klavier mit Stücken von Schubert, Chopin und Liszt. Die 22-jährige, die bereits mit drei Jahren mit dem Klavierspielen begann, ist eine passionierte Pianistin, die mit viel Einsatz und Leidenschaft alle Stücke komplett auswendig spielte. Ein weiteres Ausnahmetalent war auch der Violinist Yury Revich, der 2016 den "Echo Klassik 2016" Preis im Bereich Newcomer Violine gewann. Der 24-jährige führte bei der "Teufelstriller-Sonate" (Giuseppe Tartini) mit seiner Geige einen wahren Teufelstanz auf. Ein würdiger musikalischer Auftakt für die Klaviertage, der Lust auf mehr macht.
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