15.01.2018, 08:44 Uhr

"Tyrol Music Project" zum Neujahrskonzert in Ebbs

GR Beate Astner-Prem eröffnete das heurige Neujahrskonzert der Gemeinde Ebbs. (Foto: Eberharter)
EBBS (be). Vier Musikbesessene gestalteten am Samstagabend, dem 13. Jänner, das Neujahrskonzert im Ebbser Mehrzwecksaal. Auch wenn anfangs viele nicht wussten, was sie unter dem Namen „Tyrol Music Project“ erwarten wird – zwischendurch und am Schluss gab es frenetischen Applaus.

Hubert und Toni Klingler kommen aus der Wildschönau, Lukas Riemer (Geige) aus Langkampfen und Max Hechenblaikner (Gitarre) aus Kirchdorf. Drei von ihnen sind Musiklehrer in Söll nur Hubert übt einen Beruf ohne Musik aus. Zusammengefunden haben sie durch eine verrückte Idee, nämlich in Frankreich als Straßenmusikanten aufzutreten, was sie 2010 mehrere Wochen lang in Annecy taten. „In diesem Jahr hat sich Annecy für die Winterspiele 2018 beworben. Allerdings erfolglos“, erinnern sich die Musiker. Für die vier Tiroler allerdings werden die Olympischen Winterspiele bald wieder Realität, denn sie werden wieder – so wie bereits in Sotschi und bei den Sommerspielen in Rio de Janeiro – im Österreichhaus für Stimmung sorgen. Anfang Februar geht es ab nach Südkorea, mit zahlreichen Instrumenten an Bord.

Zum Neujahrskonzert waren auch die Familienangehörigen der vier Musiker nach Ebbs gekommen, denn meist kennen sie nur die Probearbeiten der einzelnen Musiker daheim und große Konzerte in der näheren Umgebung gibt es selten.
Ihre Aufgabe als Musiker sehen sie darin, die Volksmusik, aber auch Mozart und Vivaldi, etwas moderner zu interpretieren und mit anderen Stücken zu verbinden, etwa die „Kleine Nachtmusik“ mit „Rock me Amadeus“. Die Wiener Schrammelmusik liegt ihnen ebenso am Herzen wie die emotionsgeladene jiddischen Musik und Volksmusik aus anderen Ländern wie Mazedonien oder Bulgarien. „Einfach toll. Man kennt die Melodien, aber es wird ganz anders dargebracht“, schwärmte ein Zuhörer.
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