03.11.2016, 11:14 Uhr

Das Stadtfest in Wörgl polarisiert

Wörgl: Stadtamt / BTV | WÖRGL (wma). Auf Grund der Querelen die das Wörgler Stadtfest betreffen und des Rücktrittes des kompletten Organisationskomitees Verein Stadtfest zog die Wörgler Bürgermeisterin Hedi Wechner den Nothalt und lud kurzfristig zu einer Pressekonferenz bei der neben Hedi Wechner auch die Kulturreferentin Gabi Madersbacher, VBgm. Mario Wiechenthaler der selbst einige Jahre die Geschicke des Stadtfestes führte sowie Stadtmarketing-GF und Obmann der letzten Stadtfeste Luggi Ascher mit dabei waren. Gibt es weiterhin das Wörgler Stadtfest in dieser Form oder soll es sich zu einem Summerevent entwickeln oder gar "Back to the Roots", dies wird zu klären sein. Und sollte es zu keiner Einigung kurzfristig für das Stadtfest 2017 kommen so werden wir halt mit einem (Stadt)-fest 2018 neu durchstarten.

Wechner wies darauf hin das die hohen Wellen die die Diskussion in den Sozialen Medien wie Facebook geschlagen hat einerseits auf Grund des großen Interesses positiv zu sehnen sein andererseits aber diese Medien keinen öffentlichen Charakter haben. Ob es weiter geht, wie es weitergeht wird sich erst nach der Zusammenkunft des Gemeinderates entscheiden der darüber abstimmt ob der Vorschlag des Kulturausschusses eine eigene "Arbeitsgruppe Stadtfest" zu gründen angenommen wird. Dass das Stadtfest polarisiert und sich daher viele Menschen damit auseinandersetzen findet Wechner gut und dankte zugleich dem bisherigen Organisationskomitee, lud dieses aber zur Mitarbeit ohne Zorn und Eifer, ein. Es fließen viele Emotionen dabei ein so Wechner, alle haben gut gearbeitet aber es wird in der Zukunft das Fest in eine andere Richtung gehen. Wichtig ist aber dass die Vereine hinter dem Wörgler Stadtfest stehen. Das Fest wieder zu einem Fest für die Wörgler zu machen wie es der Wunsch ist dies bedarf wohl einer großen Kunst und dies wird die Aufgabe der Arbeitsgruppe sein. Dieser muss man jetzt die Chance zum Arbeiten geben und sie arbeiten lassen.

Wiechenthaler meinte dass sicherlich in der letzten Zeit einiges vorgefallen ist das dem Stadtfest nicht gut tut aber das Stadtfest soll ein Fest der Vereine bleiben. Probleme gibt es auf Grund der unzähligen Verordnungen und gesetzlichen Auflagen einen Obmann für so ein Fest zu finden da der Obmann in vollem Umfang haftet. Daher ist allein schon aus diesem Grund ein zurück zu den Anfängen des Standfestes nicht mehr möglich. Dies und andere Fragen sollen dann in dieser Arbeitsgruppe erörtert werden, so Wiechenthaler.

Massive Kritik gibt es an den vielen Ständen der fahrenden Händler die immer wieder das Stadtfest bevölkerten. Hierzu meinte Luggi Ascher das dies allein eine Einnahme von 10.000 - 14.000 Euro an Standmieten sind, sollte dieses Geld wegfallen so wird es letztendlich die Vereine treffen da sie mehr an Standmiete bezahlen müssen. Für 2017 wurde bis jetzt keine Vorarbeit geleistet so, Ascher. Aber es ist noch nicht zu spät. Wir jedenfalls als Verein Komma Kultur sind wieder gerne bereits beim nächsten Stadtfest mitzumachen.

Das Wörgler Stadtfest wurde damals vor 34 Jahren als das fest der Wögler Vereine aus der Taufe gehoben und von der Bevölkerung hervorragend angenommen. Immerhin ist der Kostenaufwand des Standfestes in den letzten Jahren auf rund 180.000 Euro gestiegen und wird ohne einen Zuschuss bzw. öffentlichen Subventionen vom Verein Stadtmarketing abgewickelt wird. Zudem hat dieses Fest eine große Werbewirkung für die Stadt Wörgl und es fließen an die 1,5 Mio. Euro auf dem Wege der Umwegrentabilität in die Stadtkasse.

Es liegt jetzt an der neuen Arbeitsgruppe, so sie gegründet wird, ob es das Wörgler Stadtfest weiterhin gibt oder ob die Wörglerinnen und Wörgler 2017 auf das 35. Stadtfest verzichten müssen!"

Am folgenden Tag wurde die Einrichtung der "Steuerungsgruppe" beschlossen – die Mitglieder konnten allerdings bis zur Sitzung nicht namhaft gemacht werden.
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