05.11.2016, 14:37 Uhr

KIRCHBICHL: Neubau des Samariterbundes feierlich eröffnet

Kirchbichl: Samariterbund | (wma) Zur Eröffnung ihrer neuen Firmenzentrale lud der Samariterbund eine Reihe von Persönlichkeiten in ihre neuen Räumlichkeiten die direkt an der Loferer Straße in Kirchbichl liegt. Ausschlaggebend für diesen Standort war, so Landesgeschäftsführer Gerhard Czappek einerseits der aus allen Nähten platzende alte Stützpunkt andererseits war von hoher Wichtigkeit einer zentralen Lage an der Inntalachse Kufstein / Wörgl mit schneller Anbindung an die Autobahn sowie an die Schiwelt Wilder Kaiser und die Nähe zum Brixental, mit vorheriger Absprache mit dem Rettungsdienst Tirol.

Unter den Gästen waren u. a. Hausherr Bgm. Herbert Rieder, LH-Stv. Josef Geisler, NR Gisela Wurm, LA Bgm. Alois Margreiter (Breitenbach), LA Barbara Schwaighofer,

LA Bettina Ellinger (die als Vertreterin des RK Bez. Stelle Kufstein dabei war), HR Herbert Walter (Zivil- Katastrophenschutz Land Tirol), BH Christoph Platzgummer, KH Verbandsobmann Bgm. Rudolf Puecher (Brixlegg), Bgm. Hedi Wechner (Wörgl) sowie Bgm. Hermann Ritzer Bad Häring die die politische Seite repräsentierten. Selbstverständlich waren auch Vertreter des Rettungsdienstes Tirol, des Roten Kreuzes, des Samariterbundes vorab Bundesgeschäftsführer Reinhard Hundsmüller, der Johanniter und der Malteser, der Tiroler Sozialdienste sowie der Polizei und der Feuerwehren anwesend.

Das neue Samariterheim ist ein Zweckbau der aber nach dem neuesten Stand der Technik und des Bauwesens erstellt wurde. Auf einer Grundstücksfläche von 2.200m² wurde ein einstöckiges Gebäude gebaut mit einer verbauten Fläche von 815m² samt dem Nebengebäude wobei das Erdgeschoss 765m² und das Obergeschoss 650m² aufweist. Im Erdgeschoss ist faktisch der gesamte Rettungs- und Krankentransportdienst untergebracht, im 1. Stock befindet sich eine Schulungscenter mit vier großen Sälen von denen drei mittels Wandelemente getrennt werden können, alle Säle sind mit modernster Medientechnik ausgerüstet. Die Baukosten betrugen rund 2,5 Mio. Euro.

Maximal versehen bis zu 20 Sanitäterinnen und Sanitäter ihren Dienst in dem neuen Gebäude wobei ein Rettungswagen immer 24 Stunden besetzt ist. Tirolweit, so Czappek, haben wir rund 200 Ehrenamtliche Frauen und Männer vornehmlich im Rettungsdienst. Der Samariterbund ist aber auch im Bereich der Jugendarbeit, Krisenintervention, Katastrophenschutz sowie in der Flüchtlingsbetreuung tätig. 24- Stunden Betreuung wird genau so angeboten wie Transportlogistik für Essen auf Rädern, der Hausnotruf runden die Palette der Samariterbund Angebote ab.

Die Segnung des neuen Stützpunktes nahm der Kirchbichler Pfarrer Stanislav Gajdos in humorvoller weise vor und segnete dementsprechend auch gleich alle Gäste mit. Musikalisch. Umrahmt wurde die Feier vom Gospelchor Wildschönau unter Martin Spöck der unter anderem auch passend den Song "Oh Happy Day" anstimmte.

Bürgermeister Herbert Rieder überreichte als Gastgeschenk eine Kirchbichl Fahne an Gerhard Czappek und meinte in seiner Rede, er sei stolz den Samariterbund bei sich in Kirchbichl zu haben und mit diesem neuen Gebäude ist der Samariterbund nicht nur für die Gegenwart sondern auch für die Zukunft bereit. Czappek, so Rieder, muss einen guten Draht nach Wien haben, weil in der heutigen Zeit ist es nicht normal dass von Wien so leicht Gelder nach Tirol fließen.

Unser Kind ist jetzt erwachsen, unser Kind hat jetzt die Hochschulreife erlangt und der der Samariterbund ist aus Tirol nicht mehr weg zu denken, meinte Reinhard Hundsmüller. Allein in den letzten 11 Jahren hat der Samariterbund Bauarbeiten in der Höhe von nicht weniger als 180 Mio. Euro in Österreich vergeben. Auch wurde in Kircbichl ein Katastrophenlager eingerichtet das bei Katastrophenfällen jederzeit eingesetzt werden kann. An Geisler gerichtet meinte Hundsmüller, dass halt ein gewisser Betrag für diese Ausrüstung noch fehlen würde und ob vielleicht doch nicht das Land hier einen Zuschuss leisten könnte.

NR Wurm verwies auf die wechselvolle Geschichte des Samariterbundes der 1923 gegründet wurde. Es geht um den gesellschaftlichen Zusammenhalt ob im Rettungsdienst oder anderswo wie bei der Flüchtlingsbetreuung. Überall hier sind Menschen die für die Gemeinschaft und mit der Gemeinschaft arbeiten.

Der Samariterbund erstrahlt mit Fug und Recht im neuen Glanz, Hilfsorganisationen sind in Zukunft ganz besonders wichtig, insbesondere die Freiwilligkeit dabei. Bei Großeinsätzen wie sie es in den letzten Jahren gab ist es wichtig die Ressourcen gemeinsam zu nutzen. Die Ansprüche der Gesellschaft steigen und wir leben in einer Vollkaskomentalität, so LH-Stv. Josef Geisler. Zudem sagte er dem Samariterbundchef zu sich die Kosten des Katastrophenlagers anzuschauen und meinte damit dass sich das Land hier wohl mitbeteiligen werde.

Traditionell ging die Eröffnungsfeier dann mit der Tiroler Landeshymne "Zu Mantua in Banden" zu ende wobei alle Gäste zum Mitsingen aufgefordert wurden, der Text wurde auf die Leinwand projiziert.
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.