24.07.2017, 09:09 Uhr

Mikl-Leitner: Gemeinden sichern 20.000 Jobs

Landeshauptfrau Mikl-Leitner will auch nach der Landtagswahl ihr seit Amtsantritt betontes "Miteinander" fortführen. Eine Zusammenarbeit mit dem Spitzenkandidaten der FPÖ, Udo Landbauer, ist für sie jedoch nicht denkbar. (Foto: Archiv)

Die Landeshauptfrau im Interview zur Halbzeitbilanz der 573 NÖ-Bürgermeister

Wie schaut die Halbzeitbilanz in unseren Gemeinden aus?
Zur Halbzeit kann man sagen, dass ganze Arbeit geleistet wurde. Unsere Gemeinden sind effektive Sparmeister, wenn es um die Verwaltung geht - fast 70 Euro pro Kopf weniger als im Bundesschnitt. Aber sie sind stark, wenn es um Investitionen in die regionale Wirtschaft geht. Diese liegen 12 Prozent über dem Bundesschnitt. Damit werden jährlich rund 20.000 Jobs in den Regionen gesichert.
 
Was sind die wichtigsten Aufgaben der Gemeindepolitik?
Die Aufgaben sind unglaublich vielfältig. Gemeinden verantworten zum Beispiel zwei Drittel unserer Straßen, beinahe 1.000 Schulen und über 1.000 Kindergärten. Ich habe vor kurzem meine Tour mit Bürgermeistergesprächen in allen Bezirken abgeschlossen. Dabei wurden über 600 Punkte abgearbeitet.
 
Was unterscheidet die Gemeindepolitik vom Bund?
In der Gemeinde ist das Miteinander unter den Bürger/innen schon immer am stärksten. In der Gemeinde sind auch die Gemeindevertreter nahe dran bei den Menschen. Und Nähe schafft Vertrauen. Dieses Miteinander und die Nähe stelle ich auch im Land an die erste Stelle. Daran wird sich auch vor der anstehenden Wahl im Bund nichts ändern. Denn dort, wo miteinander gearbeitet wird, schafft Politik Zufriedenheit– das gilt nirgendwo so sehr, wie in unseren Gemeinden.
 
Was macht einen guten Bürgermeister/Politiker aus?
All jene, die politische Verantwortung übernehmen, müssen Teamplayer sein. Erst die vielen Mitglieder und Funktionäre machen unsere Volkspartei NÖ zur größten Freiwilligen-Organisation des Landes. Teamgeist ist aber auch über Parteigrenzen hinaus wichtig. Es braucht Zusammenarbeit mit allen, die Partei für ihre Gemeinde oder das Land ergreifen, egal von welcher Partei sie kommen.
 
Wie kann man das Amt attraktiver machen?
Politische Funktionen gelten heute als weniger attraktiv. Gleichzeitig haben wir für die kommende Nationalratswahl die jüngsten Kandidaten aller Zeiten. Das Durchschnittsalter liegt bei 40 Jahren. Was es jedenfalls braucht, ist tatkräftige Unterstützung, egal ob jemand ein Amt erstmals oder bereits länger ausübt. Das Land NÖ ist jedenfalls ein verlässlicher Partner und Ansprechpartner auf Augenhöhe für alle Bürgermeister/innen.
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Karl Maurer aus Krems | 25.07.2017 | 11:53   Melden
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Karl Maurer aus Krems | 25.07.2017 | 12:07   Melden
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