28.12.2017, 00:00 Uhr

Oberösterreichs "Millenniumsbaby" feiert 18. Geburtstag

Landeshauptmann Thomas Stelzer trifft das oberösterreichische Milleniumsbaby Leonura Rysheni und ihren Vater Ymret. (Foto: BRS)

Leonura Rysheni kam am 1.1.2000, 70 Sekunden nach Mitternacht, zur Welt. Sie ist Oberösterreichs Millenniumsbaby und feiert in wenigen Tagen ihren 18. Geburtstag.

OÖ. Das iPhone gab es noch lange nicht, ebensowenig Facebook, Twitter und Instagram. Fehlanzeige. Noch keines der Harry Potter-Bücher wurde verfilmt, Papst Johannes Paul II. saß noch im Stuhl Petri im Vatikan, Bill Clinton war US-Präsident, die Zwillingstürme in New York standen noch und der Euro war nur Buch- und kein Papiergeld.

18 Jahre sind seit dem 1.1.2000 vergangen. Für Leonura Rysheni ist es ihr ganzes Leben. Sie wurde am 1.1.2000, 70 Sekunden nach Mitternacht, in der Linzer Landesfrauenklinik, heute Keplerklinikum, geboren. Sie ist Oberösterreichs Millenniumsbaby und eine von 128 Personen aus Oberösterreich, auf deren E-Card der 1.1.2000 als Geburtsdatum vermerkt ist. Österreichweit landete Lenura allerdings „nur“ auf Platz drei im "Millenniumsbaby-Ranking". Ein Mädchen und ein Junge aus Wien waren noch schneller und kamen kurz vor Leonura zur Welt.

"Hatte in der Schule das coolste Geburtsdatum"

Leonuras Eltern Ymret und Ganimethe Rysheni, beide Muslime, wie die ganze Familie, flüchteten in den 1990er Jahren vor den Wirren des Krieges am Balkan nach Österreich. Ihre Mutter kam sogar erst ein halbes Jahr vor Leonuras Geburt nach Österreich. Der Vater war schon länger hier. Bereits sein Vater, also Leonuras Großvater, kam als Gastarbeiter nach Österreich. Seit 2007 hat die ganze Familie die österreichische Staatsbürgerschaft.

Mittlerweile ist Leonura Rysheni eine junge Erwachsene. Am 1.1.2018 feiert sie ihren 18. Geburtstag. Für sie ist es jedes Jahr etwas ganz besonderes, verrät die junge Linzerin im BezirksRundschau-Gespräch. „Ich hatte schon in der Schule den coolsten Geburtstag“, lacht sie. Die letzten Jahre habe man entweder zu Hause in Linz, bei Leonuras Oma in Wien oder auch manchmal in der „alten Heimat“, in Prizren, Kosovo, Silvester und Leonuras Geburtstag gleichzeitig gefeiert. "Manchmal darf ich mir das aussuchen, wo gefeiert wird“, scherzt die junge Linzerin.



Die 18-Jährige ging in Linz zur Schule und absolviert derzeit das dritte Lehrjahr in einem Spar-Markt in Linz-Ebelsberg. Sie ist in der Feinkostabteilung beschäftigt. Bis Herbst 2018 wird Leonura die Lehre abgeschlossen haben. „Es gefällt mir sehr gut“, sagt sie und hofft nach der Ausbildung übernommen zu werden.

Ansonsten macht Lenonura gerne das, was Jugendliche gerne machen:. „Spazieren gehen, shoppen, chatten – und Zeit mit meiner Familie verbringen". Drei weitere Geschwister hat das Millenniumsbaby: zwei Schwestern, 14 und zwölf Jahre alt, und einen siebenjährigen Bruder. Aber der muss sich nicht fürchten, auch wenn er bei drei Schwestern immer in der Unterzahl ist, meint Leonura augenzwinkernd.

Besuch beim Landeshauptmann

Als Leonura am 1.1.2000 zur Welt kam, gratulierte neben der Familie auch der damalige Landeshauptmann Josef Pühringer (Foto). Er hieß die erste Oberösterreicherin im neuen Jahrtausend offiziell willkommen. Nun, 18 Jahre später, traf Leonura erneut den oberösterreichischen Landeschef. Dieses Mal hieß der Landeshauptmann allerdings Thomas Stelzer – er gratulierte Leonura bereits vorab zum Geburtstag und empfing die 18-Jährige und ihren Vater im Linzer Landhaus.

Gesprochen wurde natürlich über Leonuras Werdegang und die Lehre, die sie absolviert.  Nachdem noch ein Familienalbum durchgeblättert wurde, gab es zum Abschied noch ein kleines Präsent des Landeshauptmanns, eine Torte und ein „Versprechen“ an Leonura mit auf den Weg: „Das nächste Mal treffen wir uns bei einem runden Geburtstag. Vielleicht bei deinem 50er“, lacht Stelzer.
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