Fünf Jahre „Care Management“ in Landeck
Eine Anlaufstelle für pflegende Angehörige und Pflegebedürftige

Landtagsabgeordnete Beate Scheiber, der frühere Gesundheitslandesrat Bernhard Tilg, Manuela Juen (Koordinatorin der ersten Stunde), Gabriele Schiessling (Landeskoordinatorin des Care Management Tirol), Andreas Huber (Vorstand am Landesinstitut für Integrierte Versorgung) und BH Siegmund Geiger, (v.l.).  | Foto: Elisabeth Zangerl
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  • Landtagsabgeordnete Beate Scheiber, der frühere Gesundheitslandesrat Bernhard Tilg, Manuela Juen (Koordinatorin der ersten Stunde), Gabriele Schiessling (Landeskoordinatorin des Care Management Tirol), Andreas Huber (Vorstand am Landesinstitut für Integrierte Versorgung) und BH Siegmund Geiger, (v.l.).
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Seit fünf Jahren gibt es nun das einstige Pilotprojekt, das „Care Management“ mit der Koordinierungsstelle für Pflege und Betreuung im Bezirk Landeck. Zum halbrunden Geburtstag wurde am 24. September ein kleiner Rückblick gewährt – die Herausforderungen für die Zukunft sind groß.

LANDECK. (lisi). Unter dem Anglizismus „Care Management“ versteht sich ein Versorgungsprogramm des Landes Tirol zum Aufbau von Versorgungsnetzwerken für Pflege und Betreuung in allen Tiroler Bezirken. Ziel ist die Unterstützung pflegender Angehöriger und Pflegebedürftiger - hier erhalten diese Erstinformation über Pflegeeinrichtungen, Pflegeorganisation sowie rechtliche Grundlagen rund um die Pflege zu Hause. Zur 5-Jahr-Feier konnte Manuela Seeberger vom Landesinstitut für Integrierte Versorgung Tirol zahlreiche Ehrengäste in der Bezirkshauptmannschaft Landeck begrüßen, darunter Manuela Juen, die „Koordinatorin der ersten Stunde“, den früheren Gesundheitslandesrat Bernhard Tilg, den Bezirkshauptmann und Hausherrn Siegmund Geiger, die Landtagsabgeordnete Beate Scheiber, den Pflegedirektoren des Krankenhaus St. Vinzenz, Dominik Siegele, Landecks Bürgermeister Herbert Mayer, Eva Schulz (Professorin der UMIT Tirol) und viele mehr.

BH Siegmund Geiger, Gabriele Schiessling, die Landeskoordinatorin des CareManagement Tirol und der frühere Gesundheitslandesrat Bernhard Tilg, (v.l.).  | Foto: Elisabeth Zangerl
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„Große Akzeptanz“

Andreas Huber, der Vorstand am Landesinstitut für Integrierte Versorgung, lobte, dass vor fünf Jahren mit Landeck die „ideale Region gefunden wurde, um mit dem Pilotprojekt zu starten.“

„Als ´Piloten´ seid ihr in den Regelbetrieb übergegangen“,

ergänzte er und hob die „große Akzeptanz“ des Care Management Tirols hervor. Gabriele Schiessling, die Landeskoordinatorin des Care Management Tirol, informierte, dass es gelungen sei, anfängliche Skepsis zu nehmen. Auch erwähnte sie, dass es aktuell 16 Care Managerinnen in Tirol gebe. Manuela Juen ist nicht nur im pflegerischen Bereich ausgebildet, sie ist zudem Juristin. Eine Kompetenz, die dem Care Management Tirol sehr zugute komme.

„Ein Care Management muss den Bedürfnissen des jeweiligen Bezirks entsprechen“

, ist Gabriele Schiessling überzeugt und sprach damit strukturelle Unterschiede in den jeweiligen Tiroler Regionen an.

Gabriele Schiessling, die Landeskoordinatorin des Care Management Tirol. | Foto: Elisabeth Zangerl
  • Gabriele Schiessling, die Landeskoordinatorin des Care Management Tirol.
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Gegenseitiger Austausch 

Lobende Worte kamen auch von UMIT-Professorin Eva Schulz sowie vom Bezirkshauptmann Siegmund Geiger, er erklärte:

„Die Basis des Care Managements ist der gegenseitige Austausch und die gegenseitige Hilfe."

BH Siegmund Geiger.  | Foto: Elisabeth Zangerl

Auch sprach er die Herausforderungen für die Zukunft an. Neben Personalmangel wird auch der demografische Wandel der Gesellschaft ein Thema sein, BH Geiger erklärte:

„In zehn Jahren wird es um 50 % mehr 85-jährige in Tirol geben – es wird mehr Arbeit anfallen. Das wird eine Herausforderung.“

Weitere Grußworte kamen von der Landtagsabgeordneten Beate Scheiber sowie vom früheren Gesundheitslandesrat Bernhard Tilg, der zudem anmerkte, dass komplexe Pflegefälle Anstoß für dieses Pilotprojekt waren.

Landtagsabgeordnete Beate Scheiber.  | Foto: Elisabeth Zangerl
  • Landtagsabgeordnete Beate Scheiber.
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157 Erstkontakte

Im Vorjahr 2023 konnten 157 Erstkontakte in der Koordinierungsstelle für Pflege und Betreuung im Bezirk Landeck verbucht werden – diese reichen von kurzen Anrufen hin zu komplexen Fällen. Die meisten Fälle betreffen über 65-jährige, aber auch Jüngere:

„Auch Tumorpatienten, oder Betroffenen nach Unfällen wurde geholfen. Ebenso bereits zwei Kleinkinder.“

Was Manuela Juen auch anmerkte: „66 der Personen haben noch nicht um Pflegegeld angesucht.“ Insgesamt wurden 2023 genau 46 Hausbesucht getätigt.

„Oftmals sind es sehr herausfordernde Fälle“

, informierte Manuela Juen.

Manuela Juen, die "Koordinatorin der ersten Stunde."  | Foto: Elisabeth Zangerl
  • Manuela Juen, die "Koordinatorin der ersten Stunde."
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Neben dem Care Management wirken im Bezirk Landeck zwei „Case Managerinnen“.

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