Klimarat
Ein Regiomarkt in Prutz soll in Angriff genommen werden

Die Klimaräte und -rätinnen setzten sich für ihre Projekte auch weiterhin ein. | Foto: Klimabündnis Tirol
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Die Klimabündnis-Gemeinde Prutz hat gemeinsam mit ihren Nachbargemeinden einen Klimarat einberufen. Die Fragestellung: Wie können wir zu einer gesunden und klimafreundlichen Ernährung in unseren Gemeinden beitragen? Als Antwort wünscht sich der Klimarat unter anderem einen Bauernmarkt mit regionalen Produkten – nun ist die Politik am Zug.

PRUTZ. 16 zufällig ausgewählte Bürgerinnen und Bürger aus der KLAR! Region Kaunergrat (mit den Gemeinden Fließ, Faggen, Kaunerberg, Kauns, Kaunertal und Prutz) haben sich zu einem Klimarat zusammengefunden. An drei Tagen arbeiteten die Klimarätinnen und -räte an Empfehlungen für die Gemeindepolitik. Im Mittelpunkt standen die Fragen: Wie können wir zu einer gesunden und klimafreundlichen Ernährung in unseren Gemeinden beitragen? Und wie gestalten wir die Landnutzung in unserer Region so, dass ein guter Boden für alle erhalten bleibt?
Fünf Personen aus der Klimabündnis-Gemeinde Prutz waren mit an Bord.

„In Sachen Mobilität haben wir schon viel auf den Weg gebracht, wie ein E-Carsharing oder die Begegnungszone im Ort“,

sagt der Prutzer Bürgermeister Heinz Kofler.

„Bei der Landnutzung und Ernährung haben wir aber Aufholbedarf. Deshalb bin ich sehr dankbar, dass sich die zufällig ausgewählten Klimarätinnen und -räte mit diesem Thema auseinandergesetzt haben.“

Empfehlungen für die Politik

Die Empfehlungen des Klimarat Kaunergrat für ihre Gemeindepolitik sind vielfältig. Regionale Ernährung und Bewusstseinsbildung stehen im Mittelpunkt.

„Ab Herbst wird es einen Klimastammtisch in der Region geben“,

weiß die KLAR!-Managerin Bernadette Hofer.

„Die Klimarätinnen und Klimaräte wollen am Thema dranbleiben und auch andere dafür begeistern.“

Regiomarkt-Prutz

Außerdem wünscht sich der Klimarat einen Regiomarkt in Prutz, der es Bäuerinnen und Bauern ermöglicht, ihre Produkte zu vermarkten. Die Idee gab es schon vorher und wird nun von der Gemeindepolitik weiterverfolgt.

„Wir möchten eine Genossenschaft gründen, die als Trägerin des Regiomarkts dient“,

so der Prutzer Bürgermeister. Mit dabei sind der TVB, die Gemeinden, die Landwirtschaftskammer und die Bäuerinnen und Bauern.

„Die Planungen sind abgeschlossen, der größte Hemmschuh ist allerdings die Finanzierung, da befinden wir uns gerade in der Einreichphase. So oder so wird es einen Regiomarkt geben“,

sichert Heinz Kofler den Bürgerinnen und Bürgern zu.

Vom Konzept eines zufällig ausgewählten Klimarats ist er überzeugt.

„Anfangs hatte ich Bedenken, dass Vorschläge vom Klimarat kommen, die nicht realisierbar oder finanzierbar sind. Aber die Vorschläge sind gut durchdacht und zu 100 % umsetzbar. Ich bin froh, dass durch die Arbeit des Klimarats der Horizont für die Gemeinden erweitert wurde – auch für uns Bürgermeister.“

Auf dem Weg zur e5-Gemeinde

Und was hat die Klimabündnis-Gemeinde sonst noch vor?

„Gerade haben wir die Ausschreibung zum e5-Programm gewonnen“, freut sich der Bürgermeister. In den nächsten Jahren will Prutz ein Hauptaugenmerk auf die Energieversorgung in der Gemeinde legen. „Wir sind eine Kraftwerk-Gemeinde und wollen unabhängig von fossilen Energieträgern werden. Die Wasserkraft ist aber nicht alles, in der Gemeinde setzen wir intensiv auf Photovoltaik und haben eine Energiegemeinschaft gegründet.“

Und auch hier trägt der Klimarat Früchte: Die Teilnehmerin Jasmin ist nun Teil des e5-Teams. Sie möchte sich über den Klimarat hinaus für die nachhaltige Entwicklung von Prutz einsetzen.

„Durch den Klimarat ist ein Netzwerk von motivierten Menschen in der Region entstanden, die frischen Wind in die Gemeinden bringen. Das ist ein schönes Ergebnis“,

freut sich die KLAR! Managerin Bernadette Hofer.

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