Der "Stier-Flüsterer"
Verabschiedung von Franz Hiesel
- Im Bild sind der scheidende Hirte und Obmann, Franz Hiesel mit seiner Frau Maria und dem Flirscher Bürgermeister Roland Wechner.
- Foto: Helmut Mall
- hochgeladen von Elisabeth Zangerl
Franz Hiesel gehörte mehr als zwei Jahrzehnte lang zur Alpe Gampernun wie das Amen zum Gebet. Seit 2004 wirkt er auf der Alm hoch über Flirsch als Stierhirte, zudem seit 1997 als Obmann. Am 14. Jänner wurde er offiziell verabschiedet.
FLIRSCH. (lisi). Die Alpe Gampernun ist einzigartig, wie ihr langjähriger Hirte auch. Diese 1908 von mehreren Gemeinden angekaufte Alpe wird seit 1911 als reine Stieralm geführt – zudem ist diese die mittlerweile einzige, noch bewirtschaftete Stieralm in Tirol. Diese gehört der Agrargemeinschaft Gampernun Alpe, die sich wiederum aus 15 Gemeinden zusammensetzt, das sind die Gemeinden: Flirsch, St. Anton am Arlberg, Pettneu, Strengen, Kaisers, Pians, Tobadill, Stanz bei Landeck, Grins, Landeck, Schönwies, Zams, See, Kappl und Fließ. Im Rahmen der Vollversammlung am 14. Jänner wurde der langjährige Hirte und Obmann, Franz Hiesel, offiziell verabschiedet. Seit 1997 ist er Obmann der Agrargemeinschaft Gampernun Alpe, zudem ist er seit 2004 Hirte auf der Stieralm (zuvor hatte diese Funktion von 1980-2003 Robert Falch senior inne). Die vergangenen Jahre weideten hier immer rund 40 Stiere aus ganz Tirol während der Sommermonate.
Charismatischer Hirte
„Mei Alpli“ – so nannte der scheidende Hirte und Obmann Franz Hiesel die Alpe Gampernun, wie der Flirscher Bürgermeister Roland Wechner in seiner Laudatio anmerkte. Kleiner Nachsatz:
„So hat er die Alpe auch behandelt – er hat sich wirklich gut darum gekümmert.“
- Roland Wechner hielt die Laudatio auf Franz Hiesel.
- Foto: Helmut Mall
- hochgeladen von Elisabeth Zangerl
Was der Laudatio auch zu entnehmen war: Dank dem charismatischen Hirten und der Besonderheit, dass eben die Alpe Gampernun die einzige bewirtschaftete Stieralpe in Tirol ist, schaffte es Franz Hiesel immer wieder in Magazine oder ins Fernsehen und verlieh der Alpe Gampernun dadurch eine hohe mediale Präsenz. Was ihn auch ausmachte, war seine Expertise im Umgang mit den oft unberechenbaren Stieren. In seinen Kompetenzbereich gehörte ebenso die Erhaltung der Alpe – so unterstützten ihn bei der Weideverbesserung die Schützenkompanie aus Strengen. Weiters fielen die Kassaführung, die Aufnahme der Stiere oder die Instandhaltung des Weges in seinen Aufgabenbereich. In Anbetracht seines Abschieds schwingt natürlich Wehmut mit:
„Es hat mir stets Freude bereitet, ich hab das gern gemacht“,
sagte Franz Hiesel, dem u.a. auch eine Ehrenurkunde überreicht wurde, die alle 15 Bürgermeister unterzeichnet hatten.
- Im Bild sind: Roland Wechner (Bgm. Flirsch und Obmann-Stv. Agrargemeinschaft Gampernun-Alpe), Franz und Maria Hiesel und der neue Obmann und Hirte, Robert Falch.
- Foto: Helmut Mall
- hochgeladen von Elisabeth Zangerl
Bauliche Maßnahmen und Neuwahlen
Auf der Alpe Gampernun hoch über Flirsch wurden immer wieder bauliche Maßnahmen umgesetzt: Etwa wurden 2001 eine Güllegrube und ein "Mistleger" errichtet, ebenso wurde u.a. der Vorplatz neu gestaltet. Auch die Hütte selbst wurde umgebaut, weiters wurde auf dem Dach eine Photovoltaikanlage angebracht. Im Rahmen der Neuwahlen wurde Robert Falch zum neuen Obmann gewählt, er wird ab kommendem Sommer auch neben seinem Sohn Dominik Hirte auf der Stieralm sein, sein Stellvertreter ist der Flirscher Bürgermeister Roland Wechner, weiters sind im Ausschuss vertreten: Johannes Schönherr (Landeck), Ferdinand Beer (Stanz bei Landeck) und Harald Bonelli (Pians).
Das wird dich interessieren:
Link einfügen
Video einbetten
Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.
Karte einbetten
Social-Media Link einfügen
Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.
Code einbetten
Beitrag oder Bildergalerie einbetten
Foto des Tages einbetten
Veranstaltung oder Bildergalerie einbetten
Du möchtest selbst beitragen?
Melde dich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.
Du möchtest kommentieren?
Du möchtest zur Diskussion beitragen? Melde Dich an, um Kommentare zu verfassen.