Jahreshauptversammlung der Bergrettung Landeck- Zams
"Perfekt aufgestellte" Bergretter zogen Bilanz

BR- Bezirksleiter Hubert Schöpf, Ortsstellenleiter Johannes Grüner, Wilhelm Pritzi und Bürgermeister Siegmund Geiger (v.l.).
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  • BR- Bezirksleiter Hubert Schöpf, Ortsstellenleiter Johannes Grüner, Wilhelm Pritzi und Bürgermeister Siegmund Geiger (v.l.).
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Die Bergrettung Landeck-Zams blickte auf eine spannendes und arbeitsintensives Jahr zurück. Wilhelm Pritzi wurde für seine 50-jährige Tätigkeit geehrt.

ZAMS. Die Bergrettung Landeck-Zams zog bei der Jahreshauptversammlung, am vergangenen Dienstag im Gasthof Gemse, Bilanz über das vergangene Jahr. Ortsstellenleiter Johannes Grüner konnte unter anderem Bezirksleiter Hubert Schöpf, den Geschäftsführer der Leitstelle Tirol Bernd Noggler, Bundesheer Hauptmann Simon Gamper sowie den Zammer Bürgermeister Siegmund Geiger als Ehrengäste begrüßen.

"Wir sind perfekt aufgestellt"

Derzeit umfasst die Bergrettung Landeck-Zams 69 Mitglieder, davon vier Damen, sechs Anwärter sowie 13 passive Mitglieder. Sieben Bergführer, zwei Alpin- Polizisten, vier Ärzte, sechs Notfallsanitäter, sieben "Alpin Medics", drei Flugretter und zwei Hundeführer befinden sich in den Reihen der Bergrettung Landeck- Zams. "Ich traue mich zu sagen, dass wir wirklich perfekt aufgestellt sind!" betonte Ortsstellenleiter Grüner.
Insgesamt wurde die Ortsstelle im letzten Jahr 52 mal alarmiert, 14 davon waren Einsätze, die eine Ausrückung notwendig machten. Als absolutes Highlight zählte Grüner die Einweihung des neuen Einsatzfahrzeugs, welches im Zuge des letzjährigen Jakobiusfests feierlich eingeweiht wurde. Hierfür bedankte sich der Ortsstellenleiter nochmals bei allen Sponsoren, die dies möglich gemacht hatten. "Alles in allem war es ein sehr spannendes und arbeitsintensives Jahr. Dennoch ist der Spaß dabei nicht zu kurz gekommen und ich möchte die vielen tollen Momente und Bekanntschaften um nichts missen!" so Grüner weiter.

Üben für den Ernstfall

Hohe Prioriät hat bei der Bergrettung Landeck-Zams die Aus- und Weiterbildung, "um für den Einsatz bestens gerüstet zu sein", wie Grüner meinte. Insgesamt nahmen die engagierten Mitglieder der Ortsstelle an unzähligen Schulungen teil, wo 2.143 Stunden (!) gelernt, geübt und für den Ernstfall geprobt wurde. Auch bei den Übungen im Bergrettungsheim, die jeden ersten Dienstag im Monat stattfinden, nahmen im Durchschnitt 17 Bergretter teil, wie Ausbildungsleiter Andreas Pedevilla resümierte. In Zukunft wird der Fokus auf noch mehr Organisationsübergreifende Übungen gelegt. "Dies ist wirklich ein guter Schnitt, darauf können wir stolz sein. Auch die Disziplin bezüglich der persönlichen Ausrüstung hat sich sehr gebessert!" lobte der Ausbildungsleiter. Dazu kommen noch der Pistendienst am Venet sowie Wartung der Klettersteige im Auftrag des TVB TirolWest.

Professionelle Hilfeleistung

Bei der Rückschau auf die 14 Einsätze, hob Einsatzleiter und Landesleiter der Hundeführer in Tirol, Daniel Thönig drei besonders hervor und erläuterte deren Ablauf und die Vorgehensweise. Dabei soll die Aufarbeitung zur Verbesserung und Schulung dienen und nicht um ein Urteil über die Verunfallten zu fällen, wie Thönig betont. So war bei einem Einsatz die Notfall- App der Leitstelle Tirol das "Zünglein an der Waage". Mithilfe der genauen Koordinaten konnte die verunglückte Dame gefunden und wohlbehalten ins Tal gebracht werden. Auch bei den anderen Einsätze wurde schnell klar, dass man nie genug Kondition mitbringen kann. "Darum geht in die Natur und bewegt euch möglichst viel, es wird sicher nicht leichter werden!" appelierte Thönig an die Mannschaft. Auch die beiden Bergrettungshunde samt ihren Herrchen wurden im letzten Jahr gefordert. So nahm "Barik" mit Hundeführer Philipp an 28 Schulungen teil. Dies entspricht 98 Stunden an Schulungszeit und ca. 800 Kilometer an Strecke. Auch "Tiago" mit Daniel Thönig absolvierte 39 Schulungen (250 Schulungsstunden und 2000 Kilometer).

50 Jahre Bergrettung

Im Anschluss wurde Wilhelm Pritzi für seine langjährige Tätigkeit geehrt. 50 Jahre stellte er dabei in den Dienst der Bergrettung Landeck-Zams. Dieser nahm die Ehrung dankend an und war dabei um keinen flotten Spruch verlegen.
Einen Dank für die ehrenamtliche Tätigkeit gab es von Bürgermeistern Siegmund Geiger. So bedankte er sich für den unermüdlichen Dienst am Nächsten und betonte die Wichtigkeit Übungen mit anderen Einsatzorganisationen abzuhalten. "Ich bin von euren Leistungen sehr beeindruckt, ihr geht dort in den Einsatz, wo andere aufhören. Dafür müsst ihr euch oft selbst in Gefahr bringen, dafür habt ihr meinen größten Respekt und auch meinen Dank", lobte Geiger das Engagement der Bergretter.

Autor:

Daniel Schwarz aus Landeck

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