Ladeinfrastruktur
Pilotprojekt für E-Busse im öffentlichen Verkehr

Markus Kofler (Postbus), Bernhard Peintner (TINEXT), Alexandra Medwedeff (VVT), Bgm. Paul Greiter und Andreas Burger (GF TINEXT) | Foto: TINEXT/Vandory
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Im Juni präsentierte der VVT und die Postbus AG die neuen E-Busse, welche in der Region Serfaus-Fiss-Ladis unterwegs sind. Nun erfolgte der nächste Schritt in Bezug auf E-Mobilität im öffentlichen Verkehr.
SERFAUS. Bis 2036 soll der gesamte öffentliche Personen-Nahverkehr auf nachhaltige Antriebsformen umgestellt werden. Deshalb sollen jenen drei Bussen, die seit Juni am Sonnenplateau unterwegs sind, weitere in ganz Österreich folgen. Neben den Bussen muss dafür aber auch die Ladeinfrastruktur ausgebaut werden. Die TIWAG-Tochter TINEXT (TIWAG-Next Energy Solutions GmbH) verfügt tirolweit bereit über mehr als 700 Ladepunkte und ist damit einer der führenden Anbieter von Ladelösungen.
In Serfaus wurde jetzt von der TINEXT, dem VVT, der Österreichischen Postbus AG und der Gemeinde Serfaus die erste Ladestation für E-Busse im Tiroler Oberland errichtet. Die neue Anlage befindet sich am Parkplatz beim Ortsbeginn von Serfaus und bietet für die E-Busse zwei sogenannte DC-Ladesysteme mit einer Leistung von jeweils 150 kW und vier Ladepunkten. Die Leistung kann bei Bedarf auf bis zu 300 kW pro System erweitert werden. Außerdem bietet die neue Anlage vier Ladesysteme für Pkw mit jeweils 22 kW.
Für die Region ist diese Anlage ein wichtiger infrastruktureller Impuls für die weitere Entwicklung der E-Mobilität, für die TINEXT bietet sich dadurch, die Möglichkeit, wichtige Erfahrungen für die großflächige Versorgung von E-Bussen zu sammeln. Die stetig wachsende Anzahl von elektrobetriebenen Bussen macht auch eine bedarfsgerechte Versorgung mit entsprechender Ladeleistung notwendig.
„Die Herausforderung bei diesem Projekt war, an einem geeigneten Standort mit entsprechendem Platzangebot für E-Busse eine anforderungsgerechte Ladeleistung bereitzustellen“, erklärt TINEXT-Geschäftsführer Andreas Burger:

„In Serfaus sind wir fündig geworden und kommen so auch dem Bestreben der Gemeinde und dem VVT nach, nicht nur die Elektromobilität im ÖPNV zu stärken, sondern auch eine innovative, öffentlich zugängliche AC/DC-Ladeinfrastruktur anbieten zu können.“

VVT-Geschäftsführer Alexander Jug meint:

„Nur durch die gute Zusammenarbeit aller beteiligten Parteien konnten die ersten E-Bus-Linien im Oberland umgesetzt werden. Wir haben gemeinsam mit den anderen Expertinnen und Experten vieles gelernt, das uns hilft, die Dekarbonisierungsstrategie umsetzen.“

„Als größtes heimisches Busunternehmen ist es, für uns Freude und Auftrag zugleich, bei der Einführung von alternativen, umweltfreundlichen Antriebsformen federführend mit dabei zu sein“

, erklärt Postbus-Regionalleiter Wolfram Gehri.
Durch die neue Anlage können die Busse in nur einer Stunde aufgeladen werden. Das Ladesystem steht neben dem VVT auch privaten Busunternehmen zur Verfügung. Für Bürgermeister Paul Greiter steht fest:

„Mit dem Angebot steigt auch die Nachfrage. Wir sind fest von diesem Projekt überzeugt, übernehmen mit der Bereitstellung des Grundstücks gesellschaftliche Verantwortung und leisten damit einen konkreten Beitrag zur CO₂-Reduktion.“

Die TINEXT arbeitet bereits an den nächsten Projekten. Im Bereich des Postbus-Depots in Zams soll ebenfalls eine Anlage entstehen und weitere mögliche Standorte werden geprüft.

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