22.11.2016, 15:10 Uhr

Landecker Gymnasium zu Gast bei der Donau Chemie

Die SchülerInnen des Gymnasiums Landeck bei der Werksbesichtigung der Donau Chemie. (Foto: Anna Morscher)
LANDECK. "Am 24. Oktober unternahm unsere Klasse eine Exkursion zur Donau Chemie in Landeck. Dort erfuhren wir zahlreiches über deren Tätigkeitsbereichen und durften sogar ein Experiment hautnah miterleben. Das Donau Chemie Werk in Landeck gehört zu der Donau Chemie Gruppe zusammen mit der Donau Kanol, der Donau Carbon und der Donau Chem und existiert bereits seit 1902 und ist seither im Besitz von einem der in Europa 5 aktiven Carbid Öfen. Pro Tag werden dort 125 Tonnen Carbid in dem über 2000°C heißen Ofen hergestellt. Dieser Prozess verbraucht auch dementsprechend viel Strom, pro Tonne Carbid verbraucht der Ofen ungefähr so viel wie ein Haushalt im ganzen Jahr, dies liegt auch daran, dass der Ofen ohne Kohle oder Feuer, sondern ausschließlich mit Strom betrieben wird. Jener Strom wird in dem werkseigenen Kraftwerk Wiesberg erzeugt. Das Kraftwerk kann allerdings nicht das ganzen Jahr Energie produzieren weshalb die Carbid Produktion auch nur 10 Monate lang am Stück laufen kann. Das hergestellte Carbid wird unter anderem für die Stahlherstellung verwendet um den Schwefel aus dem Stahl zu entfernen, damit dieser hart und nicht porös und brüchig wird. Carbid muss sicher vor Nässe oder Feuchtigkeit aufbewahrt werden da es sonst zu brennen oder zu dampfen beginnt, von dieser Eigenschaft durften wir uns in einem Experiment selbst überzeugen, und waren erstaunt welch eine explosive Kraft Carbid mit dem Einsatz eines Bunsenbrenners und einer Wanne voll Wasser aufweisen kann. Wer bei der Donau Chemie arbeiten will kann vor Ort eine Lehre als Labortechniker, Elektrotechniker oder auch als Metalltechniker abschließen, dafür sollte man allerdings eine gute Note in Chemie, Physik, Mathematik und Deutsch in der 9. Schulstufe vorweisen können. Uns als Klasse hat die Führung und die Arbeit dort so fasziniert und begeistert, dass für manchen Mitschüler ein Beruf bei der Donau Chemie gar nicht mehr so abwegig erscheint. Es war quasi eine perfekte Exkursion", berichtet Christopher Kleinhans.
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