Der Baustellensommer ist da!

Baustelle_01_Baryli

(tk). Die Tangente ist ohnehin ein Dauerbrenner. Aber auch andere wichtige Routen erweisen sich diesen Sommer als tückische Blechfalle. Eine gute Klimaanlage ist im gesamten Bereich rund um den Südtiroler Platz ein unverzichtbarer Begleiter, auch wenn lächelnde Service-Girls mit Info-Blättern und Gratis-Wasserflaschen ein wenig Abwechslung ins Schneckentempo bringen. Durch das Versetzen der Brückenpfeiler, ändern sich ständig die Abbiegerelationen. Vom äußeren Gürtel gelangt man bis Ende August nicht in den 4. Bezirk, ebensowenig vom inneren Gürtel nach Favoriten. Die Großbaustelle wird aufgrund des täglichen Blechsalates zeitweise von Polizisten überwacht.
Immerhin: Mit Aussicht auf den baldigen U2-Betrieb über die Donau, müssen sich die Lenker im 22. Bezirk in Geduld üben. Um die Bereiche der künftigen U-Bahn-Stationen Donaustadtbrücke, Stadlau, Hardegggasse, Donauspital und Aspern sollten Staugeplagte lieber einen Umweg in Kauf nehmen. Am anderen Ende der Stadt werden die ­Hietzinger ebenfalls nicht verschont von aufgerissenen Fahrbahnen: Zwischen ­Kennedybrücke und Am Platz wird die Bezirkshauptverkehrsader zum ­Baustellen-Slalom. Zudem erneuern die Wiener Linien die Gleiskörper in diesem Abschnitt.

Fleißige Asphaltierer
Nicht genug damit, dass die Stadteinfahrt via Ostautobahn oft nur mit großem Zeitaufwand zu bewältigen ist. In der Oberen und Unteren Donaustraße wird ab der Aspernbrückengasse der Straßenbelag ausgetauscht, hinzukommen Radwege. Weitere Hürden in der Leopoldstadt: In der Engerthstraße kommt es zwischen Elderschplatz und Meiereistraße sowie zwischen Wehlistraße und Handelskai zu Behinderungen. Die Friedensbrücke fällt als wichtige Verbindung über den Donaukanal noch länger aus. Noch bis nächsten Sommer sind dort lange Kolonnen garantiert.
Auf eine kleine Erholung in Form eines Heurigenbesuches in ­Floridsdorf sollte man sich auch nicht hundertprozentig verlassen. Die ramponierte Strebersdorfer Straße im Bereich des Mühlweges wird endlich saniert. Die Schattenseite ist ein Umleitungszirkus.
Und wen es ans Wasser zieht, der sollte das gesamte Hafengebiet in der Freudenau meiden.
Dort kommen die Container­umschlagplätze und sämtliche Zufahrtsstraßen unter den Presslufthammer. Flanieren in der Favoritner Fußgängerzone ist eine schlechte Alternative zum Autofahren. Aufgrund der Neugestaltung machen Zickzack-Wege und Absperrungen die Einkaufsmeile bei tropischen Temperaturen zur Tortur. Ein kühles Bier – das war einmal im Liesinger Zentrum. Das letzte Andenken in Form des Brauereigeländes bekommt ein völlig neues Gesicht mit einigen chirurgischen Eingriffen im dortigen Straßennetz.

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