Heumarkt-Projekt: Das sind die Fakten

Fokus auf den Grünflächen: So soll das geplante Heumarkt-Areal künftig zur Sommerzeit aussehen.
2Bilder
  • Fokus auf den Grünflächen: So soll das geplante Heumarkt-Areal künftig zur Sommerzeit aussehen.
  • Foto: nightnurse images, Zürich
  • hochgeladen von Yvonne Brandstetter

Jeder spricht über das Heumarkt-Projekt. Doch was passiert wirklich? Die bz hat nachgefragt.

LANDSTRASSE. Seit dem Jahr 2012 ist der Heumarkt in aller Munde. Damals kaufte der Investor Michael Tojner das Hotel Intercontinental. Die bz hat mit Daniela Enzi, Projektverantwortliche bei Wert-Invest, gesprochen – darüber, was wirklich passieren wird.

"Zunächst wird die Straße um 10 Meter in Richtung ersten Bezirk verlegt, um einen Boulevard entstehen zu lassen", erklärt Enzi. "Diese leichte Verschiebung wird keinerlei Beeinträchtigungen für die Anrainer bringen, das haben wir mit Sachverständigen genau geprüft." Investor Tojner ist es wichtig, möglichst viel Grün ins Projekt zu bringen. "Wir haben einiges an Begrünung eingeplant. 14 bis 18 neue Bäume, Dachbegrünung und sogar mobiles Grün."

Größter Pausenhof der Welt

Mit dem Wiener Eislaufverein (WEV) schloss WertInvest einen Vertrag auf 99 Jahre ab. "Der WEV bekommt von uns alles zu gleichen wirtschaftlichen Bedingungen wie zuvor", stellt Enzi klar. Auf 99 Jahre mietet die WertInvest den Platz nach der Eislaufsaison vom WEV, um diesen der Öffentlichkeit zur Verfügung zu stellen. Somit muss sich der Eislaufverein künftig keine Gedanken mehr um die Vermietung der Flächen machen. Die Gerüchte, der Eislaufplatz werde kleiner oder überdacht, sind laut Enzi frei erfunden. "Die 6.000 Quadratmeter bleiben, ebenso das Eishockeyfeld." Zusätzlich erhält der Eislaufverein eine unterirdische Eishalle, die einen ganzjährigen Betrieb ermöglicht. In die Bausubstanz des Konzerthauses wird selbstverständlich nicht eingegriffen. Ein Wunsch von deren Seiten wurde jedoch erhört: "Vom Berio-Foyer wird man künftig nach draußen gelangen.

Eröffnung 2024 geplant

Ein ewiges Diskussionsthema ist der Turm. Dieser sollte ursprünglich 74 Meter hoch sein. Nach politischen Diskrepanzen wurde das Projekt redimensioniert. Die Turmhöhe beträgt nun 66,3 Meter. Etwas, worauf Enzi stolz ist: die Stadtterrasse. "Es soll hier ein Grünraum entstehen, der von unten über eine Treppe erschlossen ist. Es handelt sich um einen öffentlichen, konsumfreien Raum." Das Erdgeschoß des Hotels soll für die Wiener geöffnet werden. "Es wird Gastronomie, eine Bibliothek, ein kleines Kino und ein Fitnessstudio mit Pool geben", so Enzi. Das Akademische Gymnasium erhält einen neuen Turnsaal. Die gesamten Investitionskosten liegen bei WertInvest. Weiteres Diskussionsthema war die Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP). "Wir sind überzeugt, dass die Regierung das österreichische UVP-Gesetz und die UVP-Richtlinie der Europäischen Union richtig vollzogen hat", so Enzi. 2021 ist Baubeginn am Heumarkt, die Eröffnung ist dann für 2024 geplant.

Fokus auf den Grünflächen: So soll das geplante Heumarkt-Areal künftig zur Sommerzeit aussehen.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen