Schulsport-Offensive
Lavantinum St. Andrä startet neue Ära für junge Sporttalente
- Silvia Magerle, Adi Preschern und Bernhard Kaiser (v.li.) präsentierten die neue Sportkooperation, die Sportanlage und die Pläne für einen künftigen sportlichen Schwerpunkt des Lavantinums.
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Mit dem kommenden Schuljahr erweitert die Privatschule Lavantinum in St. Andrä ihr Angebot um eine neue Sportkooperation. Gemeinsam mit TOP2BE Sports sollen schulische und sportliche Entwicklung enger miteinander verbunden werden. Für den dafür vorgesehenen Schwerpunkt wurde am Schulstandort zudem eine neue Sportanlage errichtet. Fußball bildet den Auftakt – bei entsprechender Nachfrage könnte daraus künftig ein eigener sportlicher Schwerpunkt der Schule entstehen.
ST. ANDRÄ. Das Konzept knüpft an das Leitbild des Lavantinums "Explore – Engage – Evolve" an. Neben dem Lernen und dem Entdecken eigener Talente und Stärken soll künftig auch deren sportliche Entwicklung stärker in den Schulalltag integriert werden. "Wir möchten Kindern immer möglichst viel anbieten, damit sie auswählen können", erklärt Schulleiter Bernhard Kaiser bei einem Pressegespräch Anfang September. Derzeit handle es sich um einen autonomen Schwerpunkt. Bei entsprechendem Interesse sei aber auch eine gezielte Entwicklung in Richtung Sportschule denkbar.
- Bernhard Kaiser, Schulleiter Lavantinum
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Sport im Schulalltag
Die Kooperation ruht laut Kaiser auf vier Eckpfeilern: der Bereitstellung der Sportanlage, der Kommunikation mit dem Elternhaus, der organisatorischen Unterstützung durch die Schule und der Verknüpfung mit dem Unterricht am Vormittag. Im regulären Sportunterricht sollen bei entsprechender Möglichkeit Gruppen mit sportlich talentierten Kindern gebildet und gezielt gefördert werden. Ein wesentlicher Vorteil sei auch die Entlastung der Eltern, da Abholung, Essen und der Weg zur Sportstätte nicht mehr von den Familien organisiert werden müssten. Schule und Sportangebot sollen damit stärker unter einem Dach zusammengeführt werden.
Fußball als erster Schritt
Adi Preschern von TOP2BE Sports sieht in der Kooperation eine Antwort auf eine Entwicklung, die er auch aus dem Fußball kennt. Kinder absolvierten in Vereinen teilweise drei- bis viermal pro Woche Training, gleichzeitig bleibe wenig Zeit für individuelle Entwicklung. Sein Ansatz sei daher, sportliche Förderung stärker in den Schulalltag zu bringen. Dabei gehe es nicht nur um die sportliche Leistung, sondern ebenso um Selbstständigkeit, Disziplin, Verantwortung, Selbstvertrauen und eine positive Fehlerkultur. "Fehler sind erlaubt und notwendig", betont Preschern. Auch die neuronale Entwicklung, Konzentration und Lernfähigkeit sollen in das Konzept einbezogen werden.
- Adi Preschern, TOP2BE Sports
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Keine Konkurrenz zu den Vereinen
Die Kooperation soll ausdrücklich nicht an die Stelle der bestehenden Vereinsstrukturen treten. TOP2BE wolle Kinder vielmehr individuell entwickeln und damit auch die Vereine unterstützen. Die Kinder sollen weiterhin am Vereinstraining teilnehmen können, während die zusätzliche Förderung auf die jeweiligen Talente und Bedürfnisse abgestimmt wird. "Wir werben keine Spieler ab", stellt Preschern klar. Das Angebot soll zudem nicht ausschließlich Lavantinum-Schülern offenstehen: Auch Kinder anderer Schulen können die Sportangebote am Nachmittag nutzen.
Neue Anlage am Schulstandort
Für den Ausbau des sportlichen Bereichs hat die Betreibergesellschaft des Lavantinums, die GHO, in eine neue Sportanlage investiert. Wo zuvor eine Wiese war, entstand eine komplett neue Infrastruktur mit Sportfläche, Umkleidemöglichkeiten und einem Nebengebäude mit WC-Anlagen. Silvia Magerle, Assistentin der Geschäftsführung der GHO, verweist auf die Bedeutung der Investition für den Schulstandort. Die Eigentümer Erich Graf und Hanschitz würden damit vor allem die gemeinsame Entwicklung und ein entsprechendes Fundament für die Schüler fördern.
- Die neue Sportanlage bildet die Basis für das erweiterte Sportangebot des Lavantinums.
- Foto: MeinBezirk.at/Kerstin Pussnig
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Weitere Sportarten sollen folgen
Fußball ist für Preschern dabei ausdrücklich nur der Anfang. Aus der Kooperation sollen nach und nach weitere sportliche Felder entstehen. Welche das sein werden, soll sich auch an der Nachfrage und den Interessen der Schüler orientieren. "Entwicklung braucht Qualität", sagt Preschern. Entscheidend seien neben sportlichen Fähigkeiten vor allem Lernbereitschaft, Motivation, Disziplin und Charakter. Bei entsprechendem Interesse könnte das Lavantinum seinen derzeitigen autonomen Sportschwerpunkt damit künftig zu einem deutlich breiteren Angebot oder einem eigenen sportlichen Schulschwerpunkt ausbauen.
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