Lavamünd
Bestattung in der Drau erwünscht

Naturbestattungen werden unter der Bevölkerung immer beliebter
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  • Foto: Pulsinger
  • hochgeladen von Florian Grassler

In Lavamünd wird die Nachfrage für Bestattungen in der vorbeifließenden Drau immer größer.

LAVAMÜND. Naturbestattungen erfreuten sich in den letzten Jahren immer größerer Beliebtheit – auch im Lavanttal. Bereits 2015 erkundigte sich die Marktgemeinde Lavamünd beim Land Kärnten, ob eine Naturbestattung in der Drau möglich ist.

Rechtliche Grundlage

Von Seiten der Abteilung Umwelt-, Wasser- und Naturschutz gab es von Anfang an keine Einwände, da die Drau eine große Durchflussmenge besitzt und somit die Asche beim Einstreuen schon nicht mehr nachgewiesen werden kann. Das aktuelle Bestattungsgesetz sieht bei Naturbestattungen jedoch vor, dass diese an einem fixen Standort passieren müssen, dies ist in der Drau nach gültigem Gesetz nicht der Fall. "Wir haben vermehrt Anfragen aus der Bevölkerung bekommen, ob es möglich ist, eine Naturbestattung in der Drau abzuhalten. Wir wollen mit der Zeit gehen und brachten beim Land Kärnten den Vorschlag ein, diese Sonderbestattung im neuen Gesetz aufzunehmen", erklärt Martin Laber, Amtsleiter der Marktgemeinde Lavamünd.

Neues Gesetz

Die zuständige Referentin Beate Prettner bestätigt die Anfragen aus Lavamünd, jedoch wurde der Vorschlag in der heurigen Novellierung des Bestattungsgesetzes nicht berücksichtigt. "Wir haben lange darüber diskutiert und sind dann zum Ergebnis gekommen: So weit sind wir noch nicht", betont Prettner. In Lavamünd wird man trotzdem weiterhin an der Idee festhalten, um der Nachfrage in der Gemeinde gerecht zu werden. "Wir wollen den Menschen ein zeitgemäßes Angebot bieten und werden auch weiterhin probieren, unseren Vorschlag beim Land durchzubringen. Vielleicht klappt es ja in näherer Zukunft", so Laber. Der "Friedpark zur Drau" samt Aschenstreuwiese in Lavamünd wurde von der Bevölkerung sehr gut angenommen, weshalb sich die Gemeinde auch weiterhin bemühen wird, die Flussbestattung zu ermöglichen.

Neuer Trend

Ganz ausschließen will Prettner den Vorschlag aus Lavamünd dennoch nicht. "Bei uns entspricht es der Kultur, einen Ort zu haben, wo man hingehen kann. Aber Gesetze sind da, um novelliert zu werden" sagt die Landeshauptmann-Stellvertreterin. Im Gesetz sind allerdings Sonderbestattungsanlagen genehmigt, das heißt Urnenbestattungen an definierten Orten – zum Beispiel im Umfeld des Verstorbenen. Die Nachfrage nach Naturbestattungen steigt aber stetig und auch das Entnehmen der Asche, um daraus ein Schmuckstück zu machen, erfährt immer mehr Beliebtheit. Mit dem neuen Gesetz wurde dies ermöglicht.

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Zur Sache

Naturbestattungen werden immer beliebter und auch in der Marktgemeinde Lavamünd hat man in den letzten Jahren daran gearbeitet, den Betroffenen diese Möglichkeit der Beisetzung zu ermöglichen. Im "Friedpark zur Drau" können die Bürger bereits die Baumbestattung und eine Aschenstreuwiese in Anspruch nehmen.
Baumbestattung: Die Grabpflege wird von der zuständigen Friedhofsverwaltung gegen einen Verwaltungsaufwand übernommen. Die Angehörigen haben keinen persönlichen Aufwand. Das bedeutet aber auch, dass eine Mitgestaltung der Grabstätte nicht möglich ist, da die Natürlichkeit des Areals aufrechterhalten werden soll.
Aschenstreuwiese: Die Pflege und Instandhaltung der Parkanlage übernimmt die Marktgemeinde Lavamünd.

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