Lavanttal
Die Jausenzeit ist angebrochen

Lassen sich die Jause schmecken: Lisa Jäger (23), Angestellte aus Wolfsberg, Jasmin Kramer (16), Schülerin aus Frantschach-St. Gertraud, und Julia Jäger (20), in Ausbildung zur Altenpflegerin aus St. Michael (von links).
  • Lassen sich die Jause schmecken: Lisa Jäger (23), Angestellte aus Wolfsberg, Jasmin Kramer (16), Schülerin aus Frantschach-St. Gertraud, und Julia Jäger (20), in Ausbildung zur Altenpflegerin aus St. Michael (von links).
  • Foto: Bernhard Teferle
  • hochgeladen von Peter Michael Kowal

Wie geht es den Buschenschenken und den Jausenstationen im Lavanttal in Corona-Zeiten?

LAVANTTAL. Den Start in die neue Saison vermieste die Corona-Krise auch den Buschenschenken im Lavanttal. An einer Novellierung der gesetzlichen Regelungen für Buschenschank-Betreiber, die zu den strengsten in Europa zählen, arbeiteten die Politiker und die Interessenvertreter schon länger.

Beschleunigtes Verfahren

Durch die Corona-Pandemie kamen die Betriebe noch mehr unter Druck. Grund genug für die Zuständigen, mit Hochdruck an Erleichterungen für die Buschenschenken zu feilen. Dass die bisher geltenden Regelungen zu rigide und nicht unbedingt ideal waren, zeigt ein Blick auf die Statistik. "Von 160 Buschenschenken in Kärnten sind sechzig übrig geblieben", sagt Anton Heritzer, Obmann der Direktvermarkter.
Heritzer, der mit seiner Familie die Jausenstation "Haus & Hof Spezialitäten" in St. Michael betreibt, war selbst entscheidend an der Novellierung des Gesetzes beteiligt.

Wichtige Neuerungen

Zwei Ergebnisse der Verhandlungen hält er für besonders wichtig. "Erstens können die Buschenschenken jetzt 200 Tage im Jahr je nach Bedarf flexibel offen halten. Das lästige Auf- und Zusperren gehört damit der Vergangenheit an. Und zweitens dürfen zukünftig auch von anderen Betrieben bäuerliche Produkte zugekauft werden", freut sich Heritzer auch für seine Kollegen über diese Erfolge. Der eigene Betrieb ist seit Mitte Mai wieder geöffnet. Heritzer wünscht sich, "dass die Corona-Krise bei den Gästen zu einem nachhaltigen Umdenken führt und sie wieder vermehrt die Qualität und die Vorteile regionaler Produkte schätzen".

Fast "normaler" Betrieb

Ebenfalls seit Mitte Mai haben Jausenstationen wieder geöffnet. Wolfgang Trippolt vom Gasthaus Sieber in Lamm freut sich über die Lockerungen in der Corona-Krise. "Die notwendigen Sicherheitsmaßnahmen kann ich nachvollziehen und wir halten uns natürlich auch daran. Mit Desinfektionsmitteln an den Ein- und Ausgängen und den Abstandsregeln sollte in den nächsten Wochen und Monaten ein fast normaler Betrieb möglich sein", schaut Trippolt positiv in die Zukunft. Ähnlich erlebt auch Philipp Sternat vom Gasthaus Zechner die Situation.

Weitere Erleichterung

Sternat: "Mit der am vergangenen Montag gefallenen Pflicht für den Mund- und Nasenschutz sind wir beinahe wieder in der Normalität angekommen. Obwohl wir einen etwas sorgloseren Umgang der Gäste mit dem Corona-Virus bemerken, weisen wir sie natürlich auf die Abstandsregeln und den Gebrauch der Desinfektionsmittel hin."

Ärgstes vorerst überstanden

Nach der vor allem finanziell harten Zeit machen sich jetzt zusehends Zuversicht und Erleichterung in der Lavanttaler Gastronomie breit. Das Schlimmste scheint vorerst überstanden zu sein.

ZUR SACHE
Buschenschenken: Darauf haben viele schon sehnsüchtig gewartet. Das Abebben der Corona-Pandemie macht es möglich, dass auch die Lavanttaler Buschenschenken wieder ihren Betrieb aufnehmen können.
Vorteile für beide Seiten: Fast gleichzeitig soll eine Novelle des Buschenschank-Gesetzes in Kraft treten, die es jetzt auch den Gästen um einiges leichter macht. Vor geschlossenen Türen zu stehen, wird unwahrscheinlicher, weil die Betreiber durch die Neuerungen im Gesetz über 200 Öffnungstage im Jahr selbst entscheiden können.
Breiteres Angebot: Betriebsunterbrechungen wird es dadurch künftig eher seltener geben. Die Möglichkeit, ganz legal bäuerliche Produkte zukaufen zu dürfen, verbessert außerdem das Angebot in den Buschenschenken.

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