Bilanz und Ausblick: Ein Jahr Grün in der Leopoldstadt

Uschi Lichtenegger ist viel mit ihrer Hündin im Bezirk spazieren und setzt auf Dialog - "reden, nicht streiten" sei ihre Devise.
  • Uschi Lichtenegger ist viel mit ihrer Hündin im Bezirk spazieren und setzt auf Dialog - "reden, nicht streiten" sei ihre Devise.
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LEOPOLDSTADT. Die erste Zeit war hart, das merkt man Uschi Lichtenegger auch ein Jahr später noch an: "Es gab eine Einarbeitungsphase", sagt sie bei der Pressekonferenz anlässlich ihres ersten Jahres als Bezirkschefin der Leopoldstadt. Der Machtwechsel von Rot zu Grün kam ja auch einigermaßen überraschend: Die Bezirksvertretungswahlen im 2. Bezirk mussten wiederholt werden, die Wahlbeteiligung war mit 35 Prozent sehr niedrig und die Grünen gingen als Sieger hervor.

Doch nun ist die erste, harte Zeit vorüber und Uschi Lichtenegger kann auf erste umgesetzte Projekte verweisen. Darunter sind viele kleinere Dinge wie verbesserte Sicherheit auf den Schulwegen, aber auch Größeres wie die Anstrengung, den Praterstern zu einem weniger angstbesetzten Raum zu machen. "Es gab Zusammenarbeit zwischen allen Fraktionen, verschiedenen Dienstellen der Stadt und Polizei und Sozialarbeit", erklärt Lichtenegger. Alle seien sich einig: Die dunklen Ecken müssten weg. Als erste Aktion wurde für bessere Beleuchtung gesorgt, neue Aufenthaltsbereiche und bessere Fußverbindungen sollen nächstes Jahr folgen. Lichtenegger sucht auch Unterstützung bei den Bürgerinnen und Bürgern: "Der Abriss der großen Betonkörper müsste extern finanziert werden, dabei suchen wir gerade Sponsoren." Ebenfalls aus der Zivilgesellschaft stammt die Idee zu einem Praterstern-Festival - eine Vereinigung von Kunstschaffenden hat sich mit dem Zweck gebildet, ein solches ins Leben zu rufen. Es gibt also noch viel Arbeit am Praterstern, Lichtenegger ist aber durchaus positiv gestimmt: "Es gibt aktuell keine Beschwerden mehr, die Lage hat sich sehr gebessert."

Praterstraße: Die Anrainer sollen bestimmen

Ein weiteres wichtiges Projekt, das nächstes Jahr zumindest geplant wird, ist die Praterstraße. Im Zuge der Sanierung soll auch gleich eine Umgestaltung stattfinden - wie genau die aussehen wird, wird aktuell im Zuge eines Bürgerbeteiligungsprozesses herausgearbeitet. Die genaue Planung soll dann nächstes Jahr erfolgen, der Umbau 2019. Für eine Fahrstreifenreduktion, wie es im grünen Wahlkampf noch Thema war, spricht sich Lichtenegger nicht mehr über die ganze Länge aus. "Es ist mir wichtig, dass wir zu einer breit getragenen Lösung kommen", sagt sie vielmehr. Dort, wo die Praterstraße aber "siebenspurig" sei - beim Nestroyplatz etwa - pocht sie aber auf mehr Platz für Fußgänger und Radfahrer.

Weiters in Planung für den 2. Bezirk ist ein neuer Gemeindebau am Handelskai mit 290 Wohnungen, der Bau einer neuen Volksschule in der Krieau und fünf Elektrotankstellen, die bis Mitte 2018 gebaut werden sollen. Auch am größten Entwicklungsgebiet des Bezirks, dem Nordbahnhof, tut sich naturgemäß einiges: Das Areal bekommt mit der Linie 12 eine neue Straßenbahnlinie und einen großen Bildungscampus für 1.800 Schüler. Bis 2025 sollen 20.000 Menschen auf das Areal des ehemaligen Bahnhofs ziehen.

Hintergrund:

Nordbahnhof: Doch kein Mistplatz Praterstraße: Start der Bürgerbeteiligung Antrittsinterview mit Uschi Lichtenegger

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