Ein letztes Bier am Praterstern

Die Veranstalter Michael Lindenbauer (li.) und Marco Strasser (re.) geben das Ende der Versammlung bekannt.
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LEOPOLDSTADT. Am Ende war es ein ruhiger Tag für die Einsatzkräfte der Polizei am Praterstern. Vier volle Busse standen dort bereit, wo sonst zwölf Polizisten und Polizistinnen patrouillieren, selbst zwei Polizeihunde waren vor Ort. Der Anlass war ein Witz, der außer Kontrolle geriet oder zumindest außer Kontrolle geraten hätte können. Michael Lindenbauer, parlamentarischer Mitarbeiter der Liste Pilz, und Marco Strasser luden auf Facebook zu "Letzter Tag saufen am Praterstern" ein. Und plötzlich sagten 851 Leute zu.

130-200 Personen

Aus dem Witz wurde eine Aussage: "Das Alkoholverbot ist eine populistische Maßnahme, die nicht für Lösungen sorgt und das Problem einfach nur verlagert", erklärt Lindenbauer, der sich für eine Weiterführung der Arbeit mit Sozialarbeitern ausspricht. Noch am Vortag musste er bei der Polizei eine Versammlung anmelden, da es so viele Zusagen gab. Da eine Versammlung aber 48 Stunden vor Beginn angemeldet werden muss, waren Lindenbauer und Strasser auf den guten Willen der Polizei angewiesen. Diese erlaubte die Versammlung schlussendlich und laut Lindenbauer fand die Idee bei einigen Beamten sogar Anklang. Um eine Verwaltungsstrafe für die verspätete Anmeldung kommt Lindenbauer aber nicht herum.

Von den 851 Personen kamen nach Einschätzungen einiger Polizisten und den Veranstaltern dann doch nur 130 bis 200 Leuten. Ein Grund dafür war sicherlich auch das Wetter, 13 Grad und Regenschauer sind nicht ideal. Anfangs tummelten sich sogar mehr TV-Teams am Gelände rund um das Fluc als Biertrinkende. Diejenigen die da waren, sprachen sich zwar auch gegen das neue Alkoholverbot aus, kamen aber wegen ihrer Neugier oder einfach nur, um noch ein letztes Bier am Praterstern zu trinken.

Strenges Verbot

Das Alkoholverbot, das am 27.4.2018 in Kraft tritt, sieht nicht nur vor, dass der Konsum von Alkohol verboten wird, sondern auch Handlungen, die zum Konsum führen können, wie das Öffnen einer Dose werden verboten. In Zukunft darf die Polizei dann auch anti-alkoholische Flaschen und Dosen auf Alkohol kontrollieren, wenn darin Alkohol vermutet wird. Die Verwaltungsstrafen liegen im Bereich von 70 bis - im Wiederholungsfall - 700 Euro.

Die Versammlung war nach 30 Minuten - oder ein paar Bier - auch schon wieder vorbei. Zwischenfälle gab es keine und die vier Polizeibusse waren auch schnell wieder verschwunden.

Autor:

Patrick Krammer aus Leopoldstadt

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