22.01.2018, 14:33 Uhr

Ohne Geld gibt’s ka Musi: Ein Blick ins Bezirksbudget der Leopoldstadt

Die Schüler des ZIS Holzhausergasse dürfen sich über ein saniertes Gebäude freuen – 2,8 Millionen Euro werden dafür heuer fällig. (Foto: Kozeschnik)

Schulsanierungen, Straßen, Veranstaltungen zum Gedenkjahr: Das sind die größten Budgetposten 2018.

LEOPODLSTADT. 18,4 Millionen Euro: So viel Geld will der Bezirk Leopoldstadt 2018 ausgeben. Aus dem Bezirksbudget, so regelt es die Stadtverfassung, werden Kindergarten- und Schulgebäude sowie Straßen erhalten. Das sind traditionell auch die größten Brocken für den Bezirk. Weiters ist er für Grünanlagen und Spielplätze, Märkte und Toiletten verantwortlich. Auch für kulturelle Projekte gibt es ein Budget.

Im 2. Bezirk steht Markus Rathmayr (Grüne) dem Finanzausschuss vor. Er gibt einen Überblick über jene Budgetposten, die sich 2018 verändert haben, und was dahintersteht:

Sanierung der Schulen
Mit fast 6,9 Millionen Euro wird heuer so viel für die Sanierung der Schulgebäude ausgegeben wie nie zuvor. Saniert werden oder wurden unter anderem das Zentrum für Inklusiv- und Sonderpädagogik (ZIS) in der Holzhausergasse, die Volksschule Czerninplatz, die Volksschule Vorgartenstraße 191 sowie die Mittelschule Kleine Sperlgasse 2a. "Die finanzielle Belastung für den Bezirk ist enorm", erklärt Rathmayr, und erhofft sich mehr Unterstützung durch die Stadtregierung bei den notwendigen Sanierungen.

Straßenbau und -erhalt
Der Großteil der für diesen Punkt veranschlagten 1,1 Millionen Euro geht für die Instandhaltung drauf. Umgebaut wird die Kreuzung Rotensterngasse/Zirkusgasse: Hier wird die Ampel entfernt.

Jugendbetreuung
Die Mittel für die Unterstützung der Kinder und Jugendlichen im öffentlichen Raum wird von 428.200 auf 481.800 erhöht. "Die diversen Parkbetreuungen sind gerade für die Integration der Jugendlichen aus den unterschiedlichen Kulturkreisen oft entscheidend. Damit beugen wir Konflikten und Cliquenbildungen vor", sagt Markus Rathmayr.

Kunst und Kultur
Das Kulturbudget wurde von 70.000 Euro auf 106.600 Euro angehoben. Ein im Vergleich mit anderen Bezirken immer noch geringer Wert, wie Bezirksvorsteherin Uschi Lichtenegger (Grüne) findet: "Das ist jetzt etwa 1 Euro pro Bewohner – andere Bezirke geben 3 Euro pro Kopf und Jahr aus." Mit dem zusätzlichen Geld sollen Projekte, die sich mit dem Gedenkjahr 2018 auseinandersetzen, finanziert werden – besonders relevant für die Leopoldstadt sind natürlich die Ereignisse rund um den "Anschluss" an Nazi-Deutschland 1938.

Baumpflanzungen
Obwohl der Bezirk dazu verpflichtet ist, jeden Straßenbaum zu ersetzen, wurde das in den vergangenen Jahren vernachlässigt. Jetzt wurde das Budget dafür auf 80.000 Euro fast verdreifacht, um die Pflanzungen zu forcieren, wie Rathmayr erklärt.

LED-Lampen
Auch der Tausch der alten Straßenbeleuchtungen zu LED-Lampen fällt ins Bezirksbudget. 129.100 Euro fallen im 2. Bezirk heuer dafür an.
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