Sommerupdate am Liesingbach
So weit ist die Renaturierung bereits voran geschritten

Ulli Sima und Jürgen Czernohorszky (beide SPÖ) beim Liesingbach. | Foto: Stadt Wien/Martin Votava
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Die Renaturierung am Liesingbach schreitet voran. Aktuell laufen die Arbeiten zwischen Atzergersdorfer Platz und Gutheil-Schoder-Gasse. 2,3 Kilometer des Regenwasserkanals sind bereits fertig.

WIEN/LIESING. Die Arbeiten zur Renaturierung des Liesingbachs schreiten weiter voran. Derzeit wird der Abschnitt zwischen dem Atzgersdorfer Platz und der Gutheil-Schoder-Gasse, der sogenannte Bauteil 2, umgestaltet. Ziel des Projekts ist es, den bislang stark verbauten Bach naturnäher zu gestalten, den Hochwasserschutz zu verbessern und die Wasserqualität langfristig zu erhöhen.

Seit 2020 werden die verbliebenen 9,2 Kilometer des Liesingbachs schrittweise renaturiert. Gleichzeitig errichtet Wien Kanal einen neuen Regenwasserkanal, der verschmutztes Oberflächenwasser künftig auffängt und zur Kläranlage in Simmering leitet. Das soll verhindern, dass belastetes Regenwasser direkt in den Bach gelangt.

Verbesserte Wasserqualität

Im aktuellen Bauabschnitt werden insgesamt 2,8 Kilometer Regenwasserkanal errichtet. 2,3 Kilometer davon sind bereits fertig. Ein Teil des Kanals wurde mithilfe einer unterirdischen Vortriebstechnik gebaut. Das verkürzte die Bauzeit und reduzierte die Lärm- und Schmutzbelastung für die Anrainerinnen und Anrainer.

Beim Liesingbach heißt es seit 2020 "Zurück zur Natur". | Foto: Stadt Wien/Martin Votava
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Klimastadtrat Jürgen Czernohorszky (SPÖ) hebt den Nutzen des Projekts hervor. Der neue Kanal verbessere die Wasserqualität nachhaltig und bilde die Grundlage für die ökologische Aufwertung des Liesingbachs. Zudem biete er zusätzlichen Schutz bei Starkregen oder möglichen Schadstoffeinträgen.

Naturnahe Erholungsinsel

Im Bereich der Riegermühle ist außerdem eine naturnahe Erholungsinsel geplant. Erste abwechslungsreiche Gewässerzonen mit Sand- und Schotterbänken wurden bereits auf Höhe von Alterlaa geschaffen. Entlang des Liesingbachs werden zudem knapp 400 hitzetolerante Bäume sowie mehr als 600 heimische Sträucher gepflanzt.

Bereits fertiggestellt ist auch das sogenannte "Schwebende Grün" beim Steinsee. Dort sollen künftig Kletterpflanzen, die über Rankseile entlang des Gewässers wachsen, für mehr Beschattung sorgen und das Mikroklima am Bach verbessern.

Gewässerstadträtin Ulli Sima (SPÖ) sieht darin einen Gewinn für Mensch und Natur: "Die Liesing entwickelt sich Schritt für Schritt zu einem naturnahen Erholungsraum mit hoher Aufenthaltsqualität, gleichzeitig verbessern wir durch die Renaturierung den Hochwasserschutz."

85 Millionen Euro Gesamtkosten

Für Umweltminister Norbert Totschnig (ÖVP) ist der Baufortschritt erfreulich. "Der Großteil des neuen Regenwasserkanals ist bereits fertiggestellt, gleichzeitig entstehen entlang des Baches naturnahe Lebens- und Erholungsräume für die Wiener Bevölkerung", so der Minister.

Gleichzeitig errichtet Wien Kanal einen neuen Regenwasserkanal. | Foto: Stadt Wien/Martin Votava
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Die Renaturierung des Liesingbachs wird gemeinsam von der Stadt Wien und dem Bund umgesetzt. Die Gesamtkosten des Großprojekts, inklusive des Baus des Speicherbeckens Gelbe Haide, belaufen sich auf rund 85 Millionen Euro. Für den Wasserbau im aktuellen Bauabschnitt stelle das Umweltministerium über eine Million Euro bereit, erklärt Totschnig. Insgesamt kostet der Wasserbau rund drei Millionen Euro.

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Ulli Sima und Jürgen Czernohorszky (beide SPÖ) beim Liesingbach. | Foto: Stadt Wien/Martin Votava
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