Asbest auf Wiens Straßen
Stadt reagiert auf Funde, diese Bereiche sind betroffen
- Nach Berichten von Greenpeace über möglichen Asbest in Wiens Straßen reagierte die Stadt mit Proben und Sofortmaßnahmen. (Symbolfoto)
- Foto: MeinBezirk.at
- hochgeladen von Antonio Šećerović
Nach Berichten von Greenpeace, wonach es Asbestverdachtsfälle auf Wiens Straßen geben könnte, reagierte die Stadt mit Proben und Sofortmaßnahmen. Welche Straßenbereiche im 23. Bezirk betroffen sind, liest du hier.
WIEN/LIESING/HIETZING. Seit einigen Monaten beschäftigen Funde von Asbest in Straßenbelägen, auf die die Umweltschutzorganisation Greenpeace aufmerksam gemacht hat, die Behörden. Nachdem bereits im Burgenland belastete Straßen festgestellt worden waren, wurden Anfang Juli erstmals auch auf Wiener Straßen Asbestfasern nachgewiesen. MeinBezirk berichtete, siehe unter mehr.
Nach den Hinweisen hat die Stadt Proben von den gemeldeten Flächen entnommen und unabhängige Laboruntersuchungen beauftragt. Die Ergebnisse bestätigten asbestartiges Gesteinsmaterial in einzelnen Straßenabschnitten. „Der Nachweis von asbesthaltigem Gestein erlaubt noch keine Aussage über konkrete Gesundheitsgefährdung. Entscheidend ist vielmehr, ob und in welchem Ausmaß Asbestfasern tatsächlich freigesetzt werden können“, heißt es.
Diese Bereiche sind betroffen
Konkret betroffen sind die Rosenhügelstraße, Anton-Freunschlag-Gasse, Bertégasse, Wernergasse und Stieglergasse, dies seien „kleinflächige Bereiche“ in Liesing (Rosenhügelstraße grenzt an Hietzing). „Die besagten Bereiche werden nun mit einem Asphaltüberzug bzw. einer Deckschicht versiegelt. Das sei die „schnellste, sicherste und wirksamste Methode“, um schnell einen effektiven Schutz zu gewährleisten, erklärt Wolfgang Ablinger, Vize-Abteilungsleiter der MA 28 (Straßenverwaltung und -bau).
Der Schutz wirke sofort und eine neue Deckschicht könne wesentlich rascher aufgebracht werden, als die gesamte Straße aufzubrechen: „Sie verhindert unmittelbar einen möglichen Kontakt mit Asbestfasern.“
„Aus umweltmedizinischer Sicht ist entscheidend, ob Asbestfasern tatsächlich freigesetzt und eingeatmet werden können. Wird asbesthaltiges Material fest in einer Asphaltoberfläche gebunden, ist das Risiko einer Faserfreisetzung grundsätzlich als sehr gering einzustufen. Das Vorhandensein von asbesthaltigem Gestein in einem Straßenbelag ist daher nicht automatisch mit einer Gesundheitsgefährdung gleichzusetzen“, wird Hans-Peter Hutter von der MedUni Wien zitiert.
Asbesthaltiges Gestein nicht bei neuen Projekten
Die Stadt schließt aus, dass asbesthaltiges Gestein bei aktuellen Straßenbauprojekten verwendet wird. Für weitere gemeldete auffällige Flächen wurden bereits Probenahmen und Laboruntersuchungen veranlasst, die Ergebnisse liegen jedoch derzeit noch nicht vor.
- Zudem habe die MA 28 nach dem Bekanntwerden der Asbestvorfälle im Burgenland Maßnahmen ergriffen und ein „klares Prozedere“ festgelegt. (Symbolfoto)
- Foto: pixabay
- hochgeladen von Antonio Šećerović
Zudem habe die MA 28 nach dem Bekanntwerden der Asbestvorfälle im Burgenland Maßnahmen ergriffen und ein „klares Prozedere“ festgelegt. Bei jedem Straßenbauprojekt, bei dem ein Straßenaufbruch erfolgt, werde im Rahmen der Erstellung der Ausschreibungsunterlagen der bestehende Straßenkörper auf das Vorhandensein von Asbest hin untersucht. Die Stadt bezieht das für Bauvorhaben benötigte Gesteinsmaterial von Steinbrüchen aus Niederösterreich.
Am Ende bedankte sich die Stadt bei allen Bürgerinnen und Bürgern sowie Greenpeace für die Hinweise auf mögliche auffällige Straßenabschnitte.
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