29.09.2014, 11:16 Uhr

Florianijünger gegen Alko-Gast

Staatsanwalt Karl Fischer sah sich vielen offenen Fragen konfrontiert. (Foto: Probst)

Eine Auseinandersetzung während eines Feuerwehrfests kam vor Gericht

BEZIRK (ip). Kein Verständnis hatte ein betrunkener Gast bei einem Feuerwehrfest im April 2014 in Traisen, dass man ihm keinen Alkohol mehr ausschenken wollte. Jener Feuerwehrmann, der gegen drei Uhr früh bereits beim Wegräumen war, löste das Problem mit einem Stoß, bei dem der Betrunkene zu Boden stürzte.
Es sei nur ein sehr leichter Stoß gewesen, behauptete der angeklagte Schankbursche am Landesgericht St. Pölten. Wäre der Gast nicht so betrunken gewesen, wäre er gar nicht gestürzt, wobei er den Helfer mitgerissen habe.

Keine Notwehr ersichtlich
Das Wesentlichste bei dem Vorfall, nämliche eine stark blutende Rissquetschwunde des 24-jährigen Burschen, habe der 22-jährige Angeklagte nicht gesehen.
Nach zehn bis 15 Bacardi-Cola und einigen Bieren habe der 24-Jährige sich derart heftig geäußert, dass sich der Feuerwehrmann bedroht gefühlt habe, als der Betrunkene auf ihn zugekommen sei, so die Verteidigung des Beschuldigten, der von einer Notwehrsituation sprach, die der St. Pöltner Richter Slawomir Wiaderek nicht nachvollziehen konnte.
Den Vorwurf von Staatsanwalt Karl Fischer verschärfte das mutmaßliche Opfer noch dadurch, dass es behauptete, von hinten niedergestoßen worden zu sein. Zu viele offene Fragen erforderten die Vertagung des Prozesses zur Einvernahme weiterer Zeugen.
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