31.08.2016, 12:14 Uhr

Lilienfelder lieben Naturgärten

Maria Schoisengeyer in ihrem Paradies, das sie in mühevoller Arbeit mit ihrem Gatten vor etwa 40 Jahren anlegte.

Immer mehr Gölsen- und Traisentaler wagen einen Blick über die Thujenhecke und schaffen ein grünes Paradies.

BEZIRK LILIENFELD. Niederösterreich ist das Land der Naturgärten. Die "Garten Tulln" lockte heuer bereits 10.000 Besucher an, im Bezirk Lilienfeld gibt es zwei Schaugärten. Aber auch immer mehr private Gartenbesitzer entschließen sich auf Dünger und Torf zu verzichten. 14.000 Gärten haben niederösterreichweit eine Naturgarten-Auszeichnung, im Bezirk Lilienfeld sind es 397. Wir haben einen davon besucht.

Urlaub vor der Haustür
Bei Maria Schoisengeyer beginnt der Tag mit einer Runde im einzigen privaten Schaugarten des Bezirks (der zweite Schaugarten der Region ist der öffentlich zugängliche Stiftspark in Lilienfeld). Unerwünschte Gäste wie gefräßige Nacktschnecken werden vom Grundstück befördert, Unkraut gezupft. Erst nachdem sich die St. Veiterin davon überzeugt hat, dass auch im Bauerngarten und den Gemüsebeeten alles in Ordnung ist, setzt sie sich an den Frühstückstisch.

Mehr als ein Hobby
Vor etwa vier Jahrzehnten legte sie, gemeinsam mit ihrem Mann Karl, den Alpen-Steingarten an. Auf diese Weise wurde das Grundstück in Hanglage bestens genützt. Seit über zehn Jahren ist ihr Reich als offizieller Schaugarten registriert. So manche Auszeichnung erhielt die St. Veiterin für ihr Werk. Besonders stolz ist Maria auf einen riesigen Baum an der Einfahrt: "Nur wenige Besucher kennen diese Baumart, einen Urwelt-Mammutbaum. Es ist kein Nadel-, aber auch kein Laubbaum. Eine sehr alte Gattung", erzählt sie begeistert.

Gäste aus Amerika
"Es freut mich immer, wenn Besucher kommen und meinen Garten bestaunen", erzählt Maria, "besonders stolz bin ich, dass eine Familie aus Phoenix (Arizona, USA) jedes Jahr anreist. Sie fotografieren jede Ecke meines Gartens, der sich natürlich stark von jenen im Wüstenklima ihrer Heimat unterscheidet".

Im Bezirk gibt es zwei Schäugärten: Den Stiftspark und jenen von Maria Schoisengeyer. Türnitz ist die einzige "Natur im Garten"-Gemeinde. Eschenau, Mitterbach, St. Veit und Traisen zählen zu den pestizidfreien Gemeinden. 397 Gartenbesitzer tragen die Naturgarten-Auszeichnung.
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